Was bewirken Immunsuppressiva?

Was bewirken Immunsuppressiva?

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Immunsuppression / Immunsuppressiva

Ein Spenderorgan kann Ihnen eine Rückkehr in einen aktiveren und unabhängigeren Alltag ermöglichen. Nach der Transplantation ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihren behandelnden Ärzt*innen besonders wichtig.

Was bewirken Immunsuppressiva?

Der Grund für die Einnahme von Immunsuppressiva nach einer Transplantation ist es, das Spenderorgan vor einer Abstoßung durch das körpereigene Immunsystem zu schützen. Daher sollten Sie Folgendes beachten:


Weitere Informationen und Erklärungen zum Thema Immunsuppression finden Sie in unserem Video „Immunsuppression“ in unserer Mediathek. 

 

  • Immunsuppressiva müssen ein Leben lang regelmäßig eingenommen werden.
  • Immunsuppressiva müssen immer vorrätig sein, auch auf Reisen.
  • Eine gute Zusammenarbeit mit Ihren behandelnden Ärzt*innen und das Wahrnehmen von Kontrolluntersuchungen kann zur frühzeitigen Entdeckung von Abstoßungsreaktionen beitragen.

Ein Spenderorgan kann Ihnen eine Rückkehr in einen aktiveren und unabhängigeren Alltag ermöglichen. Nach der Transplantation ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihren behandelnden Ärzt*innen besonders wichtig, um das Risiko einer Abstoßung oder Infektion gering zu halten. In regelmäßigen Kontrolluntersuchungen wird geprüft, wie gut das Transplantat von Ihrem Immunsystem akzeptiert wird. Trotz Blutgruppenverträglichkeit und hoher Übereinstimmung der Gewebemerkmale von Empfänger*in und Spender*in erkennt Ihr Körper das neue Organ als „fremd“. Die natürliche Abwehrreaktion Ihres Körpers kann zu einer Abstoßung des transplantierten Organs führen.

 

Warum muss ich Immunsuppressiva einnehmen?

Eine mögliche Abstoßung Ihres neuen Organs ist der Grund für die Einnahme von Immunsuppressiva nach einer Transplantation. Die immunsuppressive Therapie hemmt Ihre körpereigene Abwehr und soll so die Abstoßung des Spenderorgans verhindern. Immunsuppressiva werden daher schon vor und während der Transplantation verabreicht. Sie müssen anschließend ein Leben lang nach genauen Dosierungsvorschriften eingenommen werden. Einige Immunsuppressiva müssen nüchtern oder während bzw. nach einer Mahlzeit eingenommen werden, da der Wirkstoffspiegel durch die Zusammensetzung der Nahrung beeinflusst werden kann. Lassen Sie sich daher gut von Ihren behandelnden Ärzt*innen bezüglich der Einnahmehinweise informieren. Ebenfalls können Durchfall und Erbrechen die Wirkstoffspiegel beeinflussen. Kontaktieren Sie also Ihr Transplantationszentrum, wenn Durchfall und Erbrechen nicht nach kurzer Zeit abklingen. Die unregelmäßige Einnahme (falsche zeitliche Abstände) oder das eigenmächtige Absetzen der Medikamente gefährdet Ihr Transplantat und kann kurz- oder langfristig zu einer Funktionseinschränkung bis hin zum vollständigen Versagen mit Organverlust führen. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie Ihre Medikamente immer ausreichend, insbesondere auf Reisen, vorrätig haben, diese regelmäßig einnehmen und sich bei Unsicherheiten lieber einmal zu viel als zu wenig mit Ihrem Transplantationszentrum austauschen. Ebenfalls sollten Sie regelmäßig Kontrolluntersuchungen wahrnehmen, in denen sichergestellt wird, dass der Wirkstoffspiegel der Immunsuppressiva in Ihrem Blut ausreichend ist.

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