Risiken und Nebenwirkungen

Risiken und Nebenwirkungen

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Immunsuppression / Immunsuppressiva

Es ist wichtig, dass Sie die empfohlenen Kontrolluntersuchungen wahrnehmen, damit eine Abstoßungsreaktion frühzeitig erkannt bzw. verhindert wird und Nebenwirkungen minimal gehalten werden können.

Trotz der stetigen Fortschritte in der Transplantationsmedizin und Weiterentwicklung von Medikamenten bergen Immunsuppressiva für Transplantierte gewisse Risiken und Nebenwirkungen. Die richtige Dosierung dieser Medikamente ist dabei entscheidend. Ist sie zu hoch, steigt die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen – ist sie zu niedrig, besteht ein erhöhtes Risiko für die Abstoßung des neuen Organs. Weil die Gefahr einer Organabstoßung und das Auftreten von Nebenwirkungen bei jedem Menschen unterschiedlich ist, wird Ihr*Ihre Ärzt*in Ihnen regelmäßig Blut abnehmen, um den Spiegel bzw. die Wirksamkeit der Immunsuppressiva zu überwachen.
 

Vorbeugung von Risiken und Nebenwirkungen

Es ist wichtig, dass Sie die empfohlenen Kontrolluntersuchungen wahrnehmen, damit eine Abstoßungsreaktion frühzeitig erkannt bzw. verhindert wird und Nebenwirkungen minimal gehalten werden können. Außerdem sollte die Einnahme anderer Medikamente immer mit Ihrem Transplantationszentrum abgesprochen werden. Dies ist wichtig, da sie die Wirkstoffspiegel der Immunsuppressiva im Blut verändern können. Beispiele für Medikamente, welche die Wirksamkeit der Immunsuppressiva beeinflussen, sind CYP3A4-Hemmer oder -Induktoren, Medikamente zur Behandlung von Virus- und Pilzinfektionen, Krebsmedikamente, Schmerzmittel und Antibiotika. [11] Eine immunsuppressive Therapie erhöht die Anfälligkeit des Immunsystems für Infektionen mit Bakterien, Viren (z. B. Cytomegalievirus; CMV) und Pilzen. Ebenso besteht ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Diabetes, Knochenerkrankungen (z. B. Osteoporose), Hautkrebs sowie Störungen des Fettstoffwechsels. Aufgrund der immunsuppressiven Therapie steigt die Gefahr für die folgenden Begleiterkrankungen: 
  • Anfälligkeit gegenüber Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Knochenerkrankungen wie Osteoporose
  • Hautkrebs
  • Störungen des Fettstoffwechsels

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