Balance in der Dosierung

Trotz der ste­ti­gen Fort­schritte in der Trans­plan­ta­ti­ons­me­di­zin und Wei­ter­ent­wick­lung von Me­di­ka­men­ten ber­gen Im­mun­sup­pressiva für Trans­plan­tier­te gewisse Ri­si­ken und Ne­ben­wir­kun­gen.

Die richtige Do­sier­ung dieser Me­di­ka­men­te ist dabei ent­schei­dend. Ist sie zu hoch, steigt die Wahr­schein­lich­keit für Ne­ben­wir­kun­gen – ist sie zu nied­rig, besteht ein er­höht­es Risiko für die Ab­stoß­ung des neuen Or­gans.

Die richtige Balance bei der Einstellung von Immunsuppressiva finden

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Die richtige Balance zwi­schen der Ge­fahr einer Organ­ab­stoß­ung und dem Auf­tre­ten von Ne­ben­­wir­kun­gen ist in­di­vi­du­ell unter­schied­lich und bedarf ins­be­son­de­re in den ersten Wochen nach der Trans­plan­ta­tion einer in­ten­si­ven Kon­trolle.

Daher wird Ihr Arzt Ihnen regel­mäßig Blut abnehmen, um den Spie­gel der Me­di­ka­men­te zu über­wachen. Nehmen Sie daher stets die empfohlenen Kon­troll­unter­suchun­gen in Ihrem Trans­plan­tations­zentrum wahr. Bei früh­zeitiger Er­kennung können Ab­stoßungs­reaktion­en oft­mals gut in den Griff be­kommen werden.

Welche Ge­fahren birgt die Ein­nahme von Immun­suppressiva?

Auf­grund des ab­geschwäch­ten Im­mun­sys­tems ist die An­fällig­keit gegen­über In­fek­tio­nen mit Bak­terien, Viren (z.B. Zyto­megalie­virus; CMV) oder Pilzen deut­lich er­höht. Da­her soll­ten Sie sich nach einer Trans­plan­ta­tion an einige wich­tige Ver­hal­tensre­geln zum Schutz vor In­fektionen halten.

Nehmen Sie keine (auch keine rezept­freien) Me­di­kamen­te ohne Rück­sprache mit Ihrem be­­han­­deln­­den Arzt ein. Es be­steht die Mög­lich­keit von Wechsel­wirkungen, so­dass die Wir­kung Ihres Immun­suppressivums ver­stärkt oder ab­ge­schwächt werden kann. Auch man­che Pflanzen­wirk­stoffe (z.B. aus Johannis­kraut) be­sitz­en ein solches Po­tenzial.

Daneben besteht bei der dauer­haften Ein­nahme von Immun­suppressiva ein er­höhtes Risiko für Blut­hoch­druck, Diabetes, Knochen­erkran­kungen (z.B. Osteo­porose), Haut­krebs sowie Störungen des Fett­stoff­wechsels.

Um Risiken und Neben­wir­kungen vor­zu­beugen oder diese zu behandeln, können Sie zusammen mit Ihrem Arzt be­stimmte Maß­nahmen er­grei­fen.