Endlich wieder mehr Alltag

Das Leben vor einer Transplantation z.B. der Niere oder der Leber ist für Sie als Patient meist mit starken Ein­schränkungen im Alltag und der allgemeinen Lebens­führung verbunden. Meist liegen eine lange Warte­zeit und ein langer Krankheits­verlauf hinter Ihnen. Durch die Transplantation eines Spender­organs wird es möglich sein, diese beschwer­lichen Zeiten hinter sich zu lassen. Nun können Sie sich langsam auf eine Norma­li­sierung und einen geregelten Alltag freuen.

Nach der Rückkehr nach Hause können Sie Ihren Alltag wieder selbst­bestimmter gestalten, denn Ihre Krank­heit konnte „geheilt“ werden. Weitere hilf­reiche Informationen und Tipps finden Sie in unseren Patientenbroschüren.

Eine Rückkehr in einen ge­re­gel­ten Lebens­allt­ag wird möglich:

  • Ihre körper­liche Leistungs­fähigkeit (Kraft, Ausdauer und Schnellig­keit) wird verbessert.
  • Unter Berück­sichtigung einiger Verhaltens­regeln können Sie die Gestal­tung Ihres All­tags jetzt deutlich normalisieren.
  • Sie erlangen einen großen Teil Ihrer Un­abhängig­keit zurück (z.B. reduzierte An­zahl an Arzt- und Klinik­besuchen).
  • Sie können erneut Ihrer beruf­lichen Tätig­keit und Freizeit­gestaltung nachgehen.

Zurück ins normale Leben

In den ersten Monaten nach Ihrer Transplantation wird langsam ein geregelter All­tag einkehren. Damit Sie möglichst lange und komplikations­los mit dem neuen Organ eine gute Lebens­qualität erreichen, sollten Sie sich an einige Hinweise halten.

Von besonderer Bedeutung nach der Transplantation ist eine gute Zusammen­arbeit zwischen Ihnen und Ihren behandelnden Ärzten. Gehen Sie acht­sam mit sich um und wenden Sie sich bei neu auf­tretenden Komplikationen an Ihr Transplantationszentrum.

Wir möchten Ihnen Tipps für den Alltag nach Ihrer Transplantation mit auf den Weg geben sowie dazu bei­tragen, Ihre Ängste und Sorgen abzubauen.

Hinweise

Welche Risiken birgt eine Transplantation?

Bei Organversagen ist eine Transplantation häufig die einzige Chance auf Lebens­rettung. Transplantationen, vor allem von Nieren, gehören heute zu den etablierten Be­handlungs­verfahren, dennoch bergen Organ­übertragungen diverse Risiken:

  • Abstoßungs­reaktionen
  • Erhöhte Infektions­gefahr
  • Erhöhtes Diabetes­risiko
  • Erhöhter Cholesterin­spiegel
  • Bluthoch­druck
  • Erhöhtes Hautkrebs­risiko
  • Verengungen an Gefäßen (Stenosen)
  • Chirurgische Komplikationen

Wie kann ich mich am besten schützen?

Um die Funktion der Spender­organe zu erhalten und sie vor körper­eigenen Immun­reaktionen zu schützen, hilft die regel­mäßige Ein­nahme von Medikamenten. Die Transplantate, vor allem Nieren, bleiben häufig über Jahr­zehnte hinweg funktions­tüchtig und schenken den Empfängern viele neue Lebensjahre.

Sie selbst können durch eine gesundheits­bewusste Lebens­weise und Ein­haltung von gewissen Verhaltens­regeln Risiken vorbeugen:

  • Verordnete Medikamenten­einnahme einhalten
  • Kontroll- und Vorsorge­untersuchungen wahrnehmen
  • Gesunde und ausgewogene Ernährung
  • Regelmäßige Bewegung
  • Blutzucker- und Cholesterin­spiegel sowie Blut­druck regel­mäßig überprüfen
  • Gesundes Körpergewicht
  • Ausreichend Schlaf
  • Schutz vor über­mäßigem Sonnenlicht
  • Bei Juckreiz: Kontrolle der Leberwerte
  • Aussehen des Urins beobachten (z.B. Farbe)