Voraussetzungen zur Aufnahme auf die Transplantationswarteliste und Voruntersuchungen

Voraussetzungen zur Aufnahme auf die Transplantationswarteliste und Voruntersuchungen

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Vor der Transplantation

Um in die Transplantationsliste aufgenommen zu werden, muss zunächst sichergestellt werden, dass Sie als Empfänger*in für ein Organ geeignet sind.

Voraussetzungen zur Aufnahme auf die Transplantationswarteliste und Voruntersuchungen

Um auf die Transplantationswarteliste aufgenommen zu werden, wird in psychologischen und körperlichen Untersuchungen festgestellt, ob die Transplantation nötig ist und Aussicht auf Erfolg hat. Folgende Untersuchungen werden beispielsweise bei einer geplanten Nierentransplantation durchgeführt:

  • Blutuntersuchungen (z. B. Bestimmung der Blutgruppe und humaner Leukozyten-Antigene [HL-Antigene], Ausschluss von Infektionen oder Krebserkrankungen
  • Beurteilung des allgemeinen körperlichen Zustands (z. B. Überprüfung des Herz-Kreislauf-Systems, Röntgenuntersuchungen der Lunge, zahnärztliche Untersuchung)
  • Beurteilung der Nierenfunktion und des Zustands der Niere (z. B. Überprüfung der Nierengefäße und urologische Untersuchungen).

Sind Sie geeignet als Empfänger*in?

Um in die Transplantationsliste aufgenommen zu werden, muss zunächst sichergestellt werden, dass Sie als Empfänger*in für ein Organ geeignet sind. Dazu dient die psychologische und körperliche Beurteilung. Bei einer geplanten Nierentransplantation werden Ihr Allgemeinzustand (Herzkreislaufsystem, zahnärztliche Untersuchung), Nierenfunktion und -zustand (Überprüfung der Nierengefäße und urologische Untersuchungen) sowie Ihre Lungenfunktion ärztlich überprüft, um sicherzustellen, dass Sie die Spenderniere benötigen und dass eine Aussicht auf eine erfolgreiche Organtransplantation besteht. Ebenfalls wird in diesem Zusammenhang abgeklärt, ob Sie an einer Infektions- oder Tumorerkrankung leiden. Personen mit beispielsweise bösartigen Tumoren, mit schwerwiegenden Erkrankungen anderer Organe oder mit einer HIV-Infektion können keine Spenderniere erhalten. Vor einer Lebertransplantation müssen ebenfalls schwerwiegende Erkrankungen ausgeschlossen werden, die den Erfolg der Transplantation einschränken könnten. Zusätzlich ist es Voraussetzung, dass Sie als Patient*in auch während der anschließenden Therapie gut „mitarbeiten“, also eine hohe Therapieadhärenz zeigen. Bei einer geplanten Lebertransplantation aufgrund alkoholbedingter Leberzirrhose müssen Empfänger*innen zudem über mindestens sechs Monate eine völlige Alkoholabstinenz nachweisen [18].

 

Welche Eigenschaften muss ein Spenderorgan haben?

Um ein passendes Spenderorgan für Sie zu finden, werden im weiteren Verlauf Ihre Blutgruppe und Ihre humanen Leukozyten-Antigene (HL-Antigene) bestimmt. So können Spenderorgane in Betracht gezogen werden, bei denen Ihre Immunantwort möglichst gering gehalten wird. Nach den Untersuchungen und der Bestätigung eines nicht rückbildungsfähigen terminalen Nierenversagens werden Sie auf die Transplantationswarteliste aufgenommen. Damit eine Nierentransplantation durchgeführt werden kann, müssen bei Empfänger*in und Organspender*in Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Diese stellen sicher, dass die Bedingungen für die Transplantation möglichst optimal sind und alles planmäßig verläuft.

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