Auftreten von Komplikationen

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Transplantation

Organtransplantationen sind heutzutage etablierte Eingriffe, die die Chance auf eine normale Lebenserwartung und eine verbesserte Lebensqualität bieten können.

Auftreten von Komplikationen

Beschwerden nach einer Organtransplantation können unerwünschte Arzneimittelwirkungen der immunsuppressiven Therapie sein, aber auch auf eine Abstoßung Ihres Transplantats hinweisen.
 
Achten Sie im Zusammenhang mit Komplikationen nach der Transplantation besonders auf:


Besprechen Sie alle Komplikationen mit Ihrem*Ihrer Ärzt*in und treffen Sie keine eigenmächtigen Entscheidungen zu Ihrer Therapie.

  • Fieber
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • die regelmäßige und gewissenhafte Einnahme von Immunsuppressiva 

Organtransplantationen sind heutzutage etablierte Eingriffe, die die Chance auf eine normale Lebenserwartung und eine verbesserte Lebensqualität bieten können. Wie alle Operationen birgt auch die Organtransplantation ein gewisses Risiko. Nach erfolgreicher Transplantation kann die Einnahme von Immunsuppressiva mit verschiedenen Nebenwirkungen verbunden sein. Wir möchten Ihnen Tipps zum Umgang mit Komplikationen nach der Transplantation geben, Ursachen erklären und Ihnen nahebringen, was Sie zur Vorbeugung tun können.

Fieber

Eine erhöhte Körpertemperatur (mindestens 38°C) sowie Schüttelfrost können auf Fieber hinweisen. Sie sollten Fieber nach einer Organtransplantation unbedingt ernst nehmen. Es kann nicht nur eine Entzündungsreaktion aufgrund einer Infektion sein, wie Sie es von einer Grippe kennen, sondern ebenfalls auf eine Abstoßungsreaktion gegen Ihr Spenderorgan hinweisen. Sie sollten daher umgehend eine*n Ärzt*in, Ihre Transplantationsambulanz oder eine Notaufnahme aufsuchen, um die Ursache für das Fieber abzuklären und zu behandeln.

Magen-Darm-Erkrankungen

Magen-Darm-Erkrankungen können sich als Durchfall, Verstopfung, Magenschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen bemerkbar machen. Infektionen oder eine Unverträglichkeit Ihrer Medikamente können die Ursache für Ihre Beschwerden darstellen. Magen-Darm-Erkrankungen nach einer Transplantation sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen, da auch sie Anzeichen für eine Abstoßungsreaktion Ihres Spenderorgans sein können. Zudem werden die Medikamente durch die veränderte Zeit der Magen-Darm-Passage unterschiedlich aufgenommen, sodass es zu Schwankungen der immunsuppressiven Wirkung kommen kann. Sie sollten also bei Auftreten von Magen-Darm-Beschwerden unbedingt eine*n Ärzt*in aufsuchen und keinesfalls eigenmächtig die Dosierung/Einnahme Ihrer Medikamente verändern, auch nicht, wenn Sie hier einen Zusammenhang mit Ihren Beschwerden sehen. Achten Sie zudem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um eine Dehydrierung zu vermeiden.

Komplikationen vorbeugen

Sie selbst können einiges tun, um Komplikationen nach der Transplantation vorzubeugen. Wichtig ist wie bereits erwähnt vor allem die strenge Einnahme Ihrer Medikamente. Dazu zählt nicht nur die regelmäßige Einnahme zur immer gleichen Zeit, sondern auch, dass Sie keinesfalls eigenmächtig weitere Medikamente (auch keine rezeptfreien) ohne ärztliche Rücksprache einnehmen. Hierdurch können Komplikationen frühzeitig erkannt werden. Nehmen Sie regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahr und lassen Sie sich bspw. zu Impfungen beraten. Besonders hervorzuheben ist der Grippeschutz. Auch vor einer Fernreise sollten Sie das Gespräch mit Ihrem*Ihrer Ärzt*in suchen und sich über mögliche Risiken und Vorbereitungen aufklären lassen.

Um Infektionen zu vermeiden, sollten Sie Orte mit erhöhter Ansteckungsgefahr meiden (öffentliche Verkehrsmittel, Kaufhäuser, Massenveranstaltungen, Sauna und Whirlpool, Kindergärten etc.), ebenso wie den Kontakt zu Menschen mit Krankheitssymptomen.

Wichtig bei der Vorbeugung von Komplikationen ist, dass Sie trotz guter ärztlicher Betreuung auch eigenverantwortlich auf sich achten. Halten Sie Ernährungstipps ein und achten Sie auf Ihr körperliches Wohlbefinden. Sie selbst können Veränderungen am besten wahrnehmen und Ihren*Ihre Ärzt*in darüber informieren. So können Sie aktiv helfen Komplikationen zu verhindern.

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