Let´s talk about …
Egal ob Sie erst kurze Zeit mit Ihrem neuen Organ leben oder Ihre Transplantation schon länger zurück liegt – im Alltag kommen immer wieder Fragen auf und auch Ihre Bedürfnisse können sich mit der Zeit ändern. Für alle Themen rund um Ihr Transplantat ist Ihr Transplantationszentrum der erste Anlaufpunkt. Die dort stattfindenden regelmäßigen Nachsorgetermine, welche dazu dienen die Gesundheit und Funktion Ihres Organes zu überprüfen, bieten eine gute Gelegenheit Themen, die Ihnen auf dem Herzen liegen, zu besprechen.
Damit Sie keine Frage vergessen und Ihnen keine wichtigen Informationen entgehen, ist es sinnvoll, sich bereits vor dem Besuch zu notieren, was Sie besprechen möchten: Was ist das Ziel Ihres Arztbesuchs? Setzen Sie Ihr wichtigstes Anliegen ganz oben auf die Liste, damit dafür auch genügend Zeit bleibt. Darüber hinaus ist es sinnvoll, der*dem Ärzt*in bereits zu Beginn des Gesprächs die Menge der Fragen mitzuteilen, damit Sie sich beide darauf einstellen und die Zeit entsprechend einteilen können.
Es kann vorkommen, dass Sie während des Gesprächs eine ganze Fülle von Informationen erhalten werden. Daher ist es durchaus hilfreich, sich während des Gesprächs Notizen zu machen oder die*den Ärzt*in um schriftliche Informationen zu bitten, beispielsweise bezüglich spezifischer Medikamente oder Behandlungsoptionen. Leider neigen viele Ärzte und Ärztinnen aus Gewohnheit dazu, eine Vielzahl von Fachbegriffen und Fremdwörtern zu verwenden, die für Menschen ohne medizinischen Hintergrund schwer verständlich sind. Sollten Sie etwas nicht verstehen, haben Sie keine Scheu sofort nachzufragen und bitten Sie um eine einfache Erklärung. Das Stellen von Fragen während eines Arztgesprächen deutet keineswegs auf Schwäche hin, sondern signalisiert, dass Sie aufmerksam zuhören und das Gesagte verstehen wollen. Um sicher zu gehen, dass Sie alles richtig verstanden haben, können Sie die besprochenen Punkte auch am Ende des Gesprächs in Ihren eigenen Worten zusammenfassen („Ich habe verstanden, dass …“). Dies gibt der*dem Ärzt*in noch einmal die Gelegenheit eventuelle Missverständnisse zu korrigieren.
Vier Ohren hören mehr als zwei! Überlegen Sie eventuell eine Person Ihres Vertrauens zum nächsten Kontrollbesuch mitzunehmen. Ihre Begleitung kann Ihnen Sicherheit vermitteln und auch die wichtigsten Informationen aufschreiben. Wenn Sie noch ungeklärte Fragen haben oder unsicher sind, zögern Sie nicht, in Ihrer Praxis nachzufragen, oder vereinbaren Sie bei Bedarf einen weiteren Termin.
Weitere Empfehlungen aus dieser Kategorie
Paprikasuppe mit Garnelen
Damit Sie Ihr kulinarisches Leben in vollen Zügen genießen können, geben wir Ihnen eine kleine Küchenhilfe mit: Rezepte für Gerichte, die ebenso lecker wie…
Immunsuppressive Therapie
Der menschliche Körper schützt sich vor Krankheitserregern wie z. B. Bakterien, Viren oder Pilzen mittels der sogenannten Immunreaktion. Je nachdem, welche Bestandteile des Immunsystems an…
04. Juni – Zeit, Zeichen zu setzen – Tag der Organspende
Wie jeden ersten Samstag im Juni findet auch in diesem Jahr der Tag der Organspende statt, um auf die Not derer Aufmerksam zu machen,…
Kontakt mit Garten- und Zimmerpflanzen
Durch die Einnahme von Immunsuppressiva sind Sie nach einer Organtransplantation einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt.
25. Deutscher Lebertag am 20.11.2024: „Leber gut – alles gut“
Lebererkrankungen sind zwar weit verbreitet, aber nicht sehr bekannt. Obwohl Experten schätzen, dass mindestens fünf Millionen Menschen in Deutschland an einer Lebererkrankung leiden, wissen…
Arbeit
Durch regelmäßige Beschäftigung, Erfolgserlebnisse und soziale Kontakte kann Ihr Beruf Ihre körperliche und psychische Lebensqualität steigern.
Warten auf eine Nierentransplantation/Leben mit Dialyse – was ist jetzt wichtig?
Auch wenn die Wartezeiten auf eine neue Niere in Deutschland in der Regel leider lang sind: Sobald man mit dem Status „transplantabel“ (T) gelistet…
Den Alltag nach der Nierentransplantation gestalten
Mit der Transplantation einer Spenderniere beginnt ein neues Leben, das deutlich aktiver und selbstbestimmter sein kann als in der Zeit während der Dialyse. Gleichzeitig…








