Zeit auf der Warteliste

Zeit auf der Warteliste

Symbolische Darstellung: Ein Finger zeigt auf Holzwürfel mit verschiedenen Symbolen, um zu erklären, worauf während der Wartezeit auf eine Nierentransplantation geachtet werden muss.

„Wenn man auf der Warte­liste für eine Nieren­transplantation steht, sollte man auf einige Dinge achten.“

Inhalte dieses Kapitels

Wo befinden Sie sich gerade? Die wichtigsten Etappen bei einer Nieren­transplantation

Der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zur Nieren­transplantation ist erreicht: die Warteliste für eine passende Spenderniere. In dieser Phase gibt es Verschiedenes zu beachten. Im Folgenden kann man erfahren, was Warte­listen-Patientinnen oder -Patienten im Alltag selbst tun können, um die Zeit auf der Warte­liste sinnvoll zu nutzen.

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Immer erreichbar sein, falls der Anruf zur Nieren­transplantation kommt!

Auch wenn die Warte­zeiten auf eine neue Niere in Deutschland in der Regel leider lang sind: Sobald man mit dem Status „transplantabel“ (T) gelistet ist, kann jederzeit ein Spender­organ bereitstehen. Wenn die Nachricht kommt, dass eine Niere verfügbar ist, muss man sich unverzüglich im Transplantations­zentrum einfinden.

Deshalb: Immer telefonisch erreichbar sein:

Wenn Sie nicht erreichbar sind, verlieren Sie den Anspruch auf Ihr Spenderorgan.

  • Hinterlegen Sie deshalb bitte in Ihrem Transplantations­zentrum alle Ihre Kontakt­möglichkeiten – darunter am besten eine Mobil­telefonnummer, unter der Sie 24 Stunden an jedem Tag erreichbar sind.
  • Denken Sie auch daran, das Mobil­telefon bei sich zu haben.
  • Teilen Sie dem Zentrum eine Festnetznummer mit, unter der Sie erreichbar sind, wenn Sie sich z. B. in Regionen mit schlechtem Mobilfunknetz aufhalten.
  • Bleiben Sie im regelmäßigen Kontakt mit Ihrem Transplantations­zentrum. Vereinbaren Sie mit dem Zentrum, wie Sie am besten den Kontakt halten. Lassen Sie sich notwendige Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Apps oder sonstige Kontaktdaten aushändigen oder mitteilen.
  • Denken Sie daran, alle Abwesenheiten und z. B. Änderungen Ihrer Telefon­nummer umgehend an Ihr Zentrum zu melden.

Falls Sie verreisen wollen, aber auch wenn Sie krank sind, melden Sie dies bitte Ihrem Transplantations­zentrum. Ihr Status auf der Warte­liste kann dann für die Dauer der Abwesenheit/Krankheit auf NT (nicht transplantabel) gesetzt und nach Ihrer Rückkehr bzw. Genesung wieder auf T (transplantabel) geändert werden. Übrigens gibt es spezielle Reisebüros, die auch die Dialyse mitvermitteln.

Checkliste: So können Sie Ihre Erreichbarkeit sicherstellen

Eine Checkliste zum Herunterladen ist hilfreich, damit Sie die wichtigsten Punkte, die für eine kontinuierliche Erreichbarkeit wichtig sind, immer griffbereit haben. 

Transplantabel (T) oder nicht transplantabel (NT)? Der Status auf der Warte­liste

Patientinnen und Patienten auf der Warte­liste werden entweder mit dem Status „transplantabel (T)“ oder „nicht transplantabel (NT)“ geführt. Doch was heißt Status T oder NT eigentlich?
Was bedeutet Status T auf der Warte­liste?

Status T bedeutet, dass eine Patientin oder ein Patient transplantabel ist und aktiv auf der Warte­liste steht. Ist ein passendes Organ verfügbar, so wird sie oder er umgehend telefonisch darüber benachrichtigt.

Mit Status T müssen Sie immer – 24 Stunden am Tag und dies 7 Tage pro Woche – erreichbar sein, während Sie einen möglichst normalen Alltag führen.

Status NT heißt, dass eine Patientin oder ein Patient auf der Warte­liste gemeldet ist, jedoch aktuell aus verschiedenen Gründen eine Transplantation nicht möglich ist:

  • Weil sie akut erkrankt oder verreist sind oder aus persönlichen Gründen derzeit nicht transplantiert werden möchten.
  • Oder weil vor­übergehend wichtige Gründe gegen eine Transplantation sprechen, wie z. B. ein schlechter Gesundheits­zustand, ein kontraproduktiver Lebens­stil, mangelnde Therapietreue oder Mitarbeit bei der Dialyse, oder wenn sie die regelmäßigen Kontroll­untersuchungen im Dialyse- oder Transplantations­zentrum nicht wahrnehmen.

Mit Status NT werden Sie nicht bei der Organvergabe berücksichtigt. Wenn die Ursache der Statusänderung beseitigt ist, werden Sie wieder auf T gesetzt und sind damit wieder aktiv auf der Warte­liste.

Fit bleiben trotz Dialyse: Gesunde Ernährung, Bewegung und Checks!

Um fit und gesund zu bleiben, können Patientinnen und Patienten mit chronischer Nieren­insuffizienz während der Dialyse und davor selbst aktiv werden. Eine gesunde Ernährung, die speziell auf die individuelle Nieren­funktion und die Dialyse abgestimmt ist, spielt eine entscheidende Rolle. Regelmäßige Bewegung, Sport und Entspannung sind ebenfalls wichtig. Man sollte auch nicht vergessen, regelmäßige Gesundheits­checks bei der Nephrologin oder dem Nephrologen durchführen zu lassen. Ein guter Gesundheits­zustand steigert die Chancen auf eine erfolgreiche Transplantation.
Die Abbildung zeigt eine Auswahl an Lebensmitteln, darunter Lachs, Gemüse, Obst und Nüsse als Beispiel für eine gesunde Ernährung für Dialyse-Patientinnen und -Patienten während der Wartezeit auf eine Nierentransplantation.
Nutzen Sie die Warte­zeit, bis Sie eine Spenderniere erhalten, um Ihre Fitness und Ihren allgemeinen Gesundheits­zustand zu verbessern. Das fördert auch Ihre Lebens­qualität!

Hinweise und Tipps zum Fit­bleiben auf der Warte­liste

Ernährung bei Dialyse: Gesund und mit Genuss essen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt allgemein eine pflanzen­basierte, ballast­stoffreiche Ernährung, maßvollen Genuss tierischer Lebens­mittel, Wasser als haupt­sächliches Getränk und einen bewusst sparsamen Umgang mit Zucker und Salz.

Bei Dialyse-Patientinnen und -Patienten gelten darüber hinaus weitere Emp­fehlungen. Es gibt zwar keine verbotenen Lebensmittel bei Nieren­insuffizienz und Dialyse, trotzdem sollte bei der Ernährung auf folgende Dinge geachtet werden:

  • genügend hochwertiges Eiweiß essen (z. B. Eier, Fisch, mageres Fleisch oder ein Kombination pflanzlicher Protein­quellen, wie Nüsse und Hülsenfrüchte)
  • die empfohlene Flüssigkeits­aufnahme nicht überschreiten und die Salzaufnahme reduzieren (Salz fördert das Durstgefühl!)
  • eine Überversorgung mit Mineralstoffen, insbesondere mit Phosphor und Kalium, vermeiden

Tipp: Auch vermeintlich gesunde Lebensmittel können mit Vorsicht zu genießen sein – zum Beispiel enthalten Bananen viel Kalium. Besprechen Sie Einzelheiten Ihrer Ernährung mit dem Dialysezentrum oder im Rahmen einer Ernährungsberatung.

Für einen guten Gesundheits­zustand vor der Transplantation sollte man bei Nieren­insuffizienz und während der Dialyse auf Rauchen und Alkohol verzichten.

  • Rauchen verschlechtert die Leistung der Nieren, verengt die Gefäße und erhöht den Blutdruck.
  • Alkohol steigert den Blutdruck und belastet die Leber.

Tipp: Fragen Sie Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte nach bewährten Programmen zur Raucherent­wöhnung, und trinken Sie möglichst keinen Alkohol.

Die körperliche Leistungs­fähigkeit ist bei Menschen mit Nieren­erkrankungen oft eingeschränkt. Sport und Bewegung können dabei helfen,

  • einem weiteren Abbau und Kräfteverlust entgegenzuwirken und Muskeln und die Koordinations­fähigkeit zu erhalten.
  • ein gesundes Körper­gewicht zu halten oder zu erreichen.
  • Blutdruck und Blutzucker zu senken und damit auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Er­krankungen zu mindern.

Als gesundes Körper­gewicht gilt z. B. ein Body-Mass-Index (BMI) bei Erwachsenen über 20 Jahre von 18,5 bis 24,9. Viele Kranken­versicherungen bieten auf ihren Webseiten kostenlose BMI-Rechner an.

Tipp: Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder dem Physio-Team in Ihrem Dialysezentrum beraten, welche Sportarten für Sie bei Hämodialyse oder bei Peritonealdialyse geeignet sind oder ob eine Reha oder die Anbindung an ein spezielles Bewegungsprogramm oder eine Studie sinnvoll ist.

Ein aktiver Lebensstil mit gesunder Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität und genügend Ent­spannung tut auch der Seele gut.

  • Ideal wären dreimal pro Woche eine Stunde Bewegung, bei der der Kreislauf angekurbelt wird. Egal, ob beim Joggen oder Treppen­steigen: Der Kreislauf sollte in Schwung gebracht werden.
  • Schrittzähler, eine Smart­watch oder eine Ent­spannungs-App können zu einem ausgewogenen Lebens­stil motivieren.

Tipp: Planen Sie möglichst oft körperliche Aktivitäten, aber auch regelmäßige Entspannungs­pausen im Alltag ein. Vielleicht motiviert es Sie auch, gemeinsam mit anderen z. B. in einer Sport-, Meditations- oder Yoga­gruppe zu trainieren.

Für die Transplantation sollte man im bestmöglichen Gesundheits­zustand sein.

  • Blutdruck, Blut­zucker und Gewicht sollten eingestellt bzw. behandelt sein.
  • Alle regelmäßigen Kontroll­untersuchungen sollten zuverlässig wahr­genommen werden. Hier werden alle wichtigen Laborwerte kontrolliert und bei Begleit­erkrankungen die Medikamente optimal eingestellt.
  • Medikamente sollten regelmäßig ein­genommen werden.
Tipp: Auch notwendige Zahn­behandlungen oder Zahnsanierungen sollten Sie vor der Transplantation abschließen. Nach einer Transplantation können sich Zahndefekte und besonders Entzündungen negativ auf Körper und Transplantat auswirken.
Das Immunsystem von Menschen mit einer dialyse­pflichtigen Nieren­erkrankung ist geschwächt. Ihr Infektions­risiko ist deswegen höher als das von Gesunden. Daher benötigen sie dringend einen umfassenden Impfschutz.
Tipp: Lassen Sie Ihren Impfpass regelmäßig von Ihrer Haus­ärztin bzw. Ihrem Haus­arzt checken und nehmen Sie Beratungs­angebote zu Impfungen wahr.

Weiter­führende Links zu Ernährung, Sport und Co.

Hier gibt es noch weitere Links, Informationen und Kontakt zu Anlauf­stellen, die dabei helfen, während der Warte­zeit fit zu bleiben:
Die Aufnahme zeigt ein älteres Paar bei einem Ausflug in die Natur, um sich vom Alltag mit Dialyse zu erholen.

Ernährung für Dialyse­patientinnen und -patienten

Detaillierte Informationen zur Ernährung bei Dialyse finden Sie u. a. im Ernährungsratgeber für Patienten der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie und in den Broschüren des Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation e. V. (KfH) „Gesund genießen. Gut leben.“, „Mangelernährung vermeiden. Vital leben.“ und „Salz“.

In der Mizu-App und dem Blog zur Mizu-App finden Sie u. a. Infos zu geeigneten kaliumarmen Lebens­mitteln bei Nieren­insuffizienz.

Bewegung und Sport bei Dialyse

Informationen zu geeigneten Sport­arten und Sportgruppen für nieren­kranke Menschen bietet z. B. das Informations­portal Betanet.

Der Verein TRANSDIA SPORT DEUTSCHLAND E.V. ist eine deutschlandweite Sport­gemeinschaft und fördert die Fitness von Dialyse­patientinnen und -patienten und Transplantierten.

Hilfe bei psychischen Belastungen während der oft langen Warte­zeit

Für einige Patientinnen und Patienten kann die oft lange Warte­zeit eine psychische Belastung sein. Krank zu sein, auf ein Organ zu warten oder schwere Ent­scheidungen zu treffen – jeder Mensch verarbeitet diese Situation anders. Hinweise, wie man mit psychischen Sorgen und Nöten in der Wartezeit umgehen kann, sind im Abschnitt Mit psychischen Belastungen umgehen – vor und nach einer Nieren­transplantation zusammen­gestellt.

Vernetzung: Wenn andere Menschen und Betroffene eine große Hilfe sind

Die Zeit vor, aber auch während und nach der Transplantation ist eine besondere Situation und kann eine große Heraus­forderung darstellen. Oft hilft es dabei, sich zu vernetzen, um dadurch starke Unter­stützung zu erfahren. Schaffen Sie sich ein gutes Netzwerk aus z. B. Hausärztin/Hausarzt, Nephrologin/Nephrologe, Psychologinnen/Psychologen, Mitarbeitenden des Transplantations­zentrums, aber auch Selbst­hilfegruppen und der eigenen Familie und Freunden.
Netzwerk für Patientinnen und Patienten auf der Warteliste für eine Nierentransplantation Grafische Darstellung eines Netzwerks aus Fachpersonal, Angehörigen, Freunden und Gleichbetroffenen, die Patientinnen oder den Patienten während der Wartezeit auf eine Nierentransplantation unterstützen.
Netzwerk für Patientinnen und Patienten auf der Warteliste für eine Nierentransplantation

Ein unter­stützendes Netzwerk aufbauen und sich mit anderen Betroffenen aus­tauschen

Ein großer Teil des Netzwerks existiert wahrscheinlich schon – beispielsweise
  • können Angehörige, Freundinnen und Freunde Unter­stützung bieten.
  • helfen Ärztinnen und Ärzte oder die Kontakt­personen im Dialyse- und im Transplantations­zentrum, die man jeder­zeit ansprechen kann.
Einen wertvollen Beitrag leisten hier auch Selbst­hilfegruppen und Patienten­organisationen: Dort sind Menschen aktiv, die selbst auf ein Spenderorgan warten oder eine Transplantation hinter sich haben. Hier findet man Informationen und Hilfe sowie den direkten Austausch mit Betroffenen aus erster Hand.

Der Erfahrungs­austausch mit anderen Betroffenen kann Kraft geben.

Finden Sie hier eine Auswahl von Selbst­hilfegruppen als Liste zum Herunter­laden.

Zertifizierte Patienten­Begleiter

Ein ganz besonderes Selbsthilfe­angebot stellt das Projekt „PatientenBegleiter“ des Bundes­verbands Niere e.V. dar. Geschulte und zertifizierte „Patienten­Begleiter“, alle selbst chronisch nierenkrank oder Angehörige chronisch Nieren­kranker, stehen den Patientinnen und Patienten zur Seite.

Mehr zum Projekt PatientenBegleiter.

Mit psychischen Belastungen umgehen – vor und nach einer Nieren­transplantation

Das Bild zeigt einen älteren Patienten, der seiner Therapeutin berichtet, wie er die Wartezeit auf eine Nierentransplantation empfindet.
Das Bild zeigt einen älteren Patienten, der seiner Therapeutin berichtet, wie er die Wartezeit auf eine Nierentransplantation empfindet.

Psychische Sorgen und Nöte sind nicht ungewöhnlich

Ängste, Nöte und Zweifel in der Zeit auf der Warte­liste sind ganz normal. Auch nach der Transplantation und nach einer Nieren-Lebendspende können psychische Belastungen auftreten, z. B. wenn Transplantierte sich über die Herkunft ihres neuen Organs Gedanken machen. Verschiedene Strategien können hier helfen, besser mit der jeweiligen Situation umzugehen.
Umgang mit emotionalen Belastungen in der Zeit auf der Warte­liste

Während der Warte­zeit auf ein Spenderorgan ist es wichtig, das seelische Wohl­befinden zu stärken und Bewältigungs­strategien zu entwickeln. Diese Zeit kann emotional belastend und unsicher sein. Statt sich auf Ängste und Unsicherheiten zu konzentrieren, sollte man einen bewussten Fokus auf Selbst­fürsorge und Unterstützung legen und positive Bewältigungs­strategien nutzen – dies hilft, die seelische Belastung zu reduzieren und einen gesunden Umgang mit der Warte­zeit und der Transplantation zu fördern.

Regelmäßige Gespräche mit Hausärztin oder Hausarzt, Psychologin oder Psychologe sowie den Ärztinnen und Ärzten im Dialyse­zentrum helfen, Ängste und Sorgen aktiv zu bearbeiten.

Konzentrieren Sie sich auf die positiven Aspekte der Zukunft, wie die Chance auf ein neues Leben und die bessere Lebens­qualität nach der Transplantation.

Auch die Situation während und nach der Transplantation kann emotional heraus­fordernd sein. Mit Unterstützung von Fachleuten und Ihrem Umfeld können Sie Ängste besser bewältigen. Sorgen und Schul­gefühle nach einer Organ­transplantation sind normal, können aber durch offene Gespräche und psychologische Unter­stützung verarbeitet werden.

Spenderinnen und Spender sollten sich in diesem Fall Hilfe von Fach­leuten suchen. Darüber hinaus kann die Unter­stützung und der Austausch mit anderen Spenderinnen und Spendern helfen, Sorgen und Ängste ab­zubauen und offene Fragen zu klären.

Auf der Warte­liste für eine Nieren­transplantation: In Kontakt bleiben

Patientinnen oder Patienten auf der Warte­liste für eine Nieren­transplantation sollten in engem Kontakt mit den behandelnden Nephrologinnen und Nephrologen im Dialyse­zentrum sowie dem Transplantations­zentrum bleiben.

Während Sie auf eine neue Niere warten, können Sie vieles richtig machen! Kommunikation und ein ehrlicher Aus­tausch mit Ihrem Behandlungs­team sind wichtig in dieser Zeit.

Nutzen Sie die ambulanten Kontroll­untersuchungen zu­verlässig.

Nehmen Sie unbedingt an den ambulanten viertel­jährlichen Kontroll- und Vorsorge­untersuchungen teil. Lassen Sie dort auch die Laborwert­bestimmungen durchführen, bei denen u. a. das Blutbild und auf HLA-Anti­körper kontrolliert wird. Das Ergebnis wird vom Transplantations­zentrum direkt beim Labor nachgefragt und an Eurotransplant gemeldet. Nur wenn die Werte regelmäßig bestimmt werden und Eurotransplant auch vorliegen, bleiben Sie als transplantabel (T) auf der Warte­liste.

Achtung: Fehlende Labor­kontrollen können dazu führen, dass sie als „nicht transplantabel“ (NT) geführt werden.

Ihre Nephrologin bzw. Ihr Nephrologe/das Dialyse­zentrum und das Transplantations­zentrum arbeiten zusammen und tauschen regelmäßig Informationen aus. Wenn Sie Ärztin/Arzt oder Zentrum wechseln, müssen Sie dort Bescheid sagen, dass Sie bereits auf der Warte­liste stehen.

Das Transplantations­zentrum verlangt von Patientinnen und Patienten auf der Warte­liste die regelmäßige Durch­führung von bestimmten ambulanten Kontroll­untersuchungen und Facharzt­konsultationen. Einmal im Jahr müssen Sie diese Ergebnisse/Befunde im Zentrum einreichen. Sie müssen dafür normaler­weise nicht persönlich im Transplantations­zentrum erscheinen, nur in Ausnahme­fällen.

Welche Untersuchungen für den jährlichen Folge-Check-up erforderlich sind, steht im Arztbrief an Ihre Nephrologin bzw. Ihren Nephrologen/das Dialyse­zentrum. Dort erhalten Sie auch die entsprechenden Über­weisungen.

Manche Transplantations­zentren stellen auch eine Checkliste mit allen nötigen Untersuchungen zur Verfügung.

Nehmen Sie alle für Sie empfohlenen Untersuchungen zur Gesundheits­vorsorge zur Zahn­gesundheit und zur Krebsfrüh­erkennung („Vorsorge­untersuchungen“) wahr.

Wenden Sie sich zeitnah an Ihre nephrologische Praxis oder an das Transplantations­zentrum, wenn Sie Fragen, Probleme oder körperliche Beschwerden haben! Warten Sie nicht zu lange, melden Sie sich lieber früher als zu spät – ein regelmäßiger Informations­austausch ist auch für das Transplantations­zentrum wichtig!

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Zwei Schwestern, die sich für eine Nieren-Lebendspende entschieden haben, stehen in der Abendsonne im Wald und halten sich an den Händen.
Die Lebendspende einer Niere von einer nahestehenden, gesunden Person kann eine gute Alternative zur postmortalen Organspende sein.

Quellen und weiter­führende Literatur

Betanet. Geeignete Sportarten für Dialysepatienten. https://www.betanet.de/nierenerkrankungen-dialyse-sport.html

Broschüren des Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation. Download unter: https://www.kfh.de/infomaterial/patientenratgeber/

Bundesärztekammer. Neubekanntmachung der Richtlinie gem. § 16 Abs. 1 S. 1 Nrn. 2 u. 5 TPG für die Wartelistenführung und Organvermittlung zur Nierentransplantation. Stand: 24.08.2023 https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Ueber_uns/Richtlinien_Leitlinien_Empfehlungen/RiliOrgaWlOvNiereTx20236027.pdf

Bundesverband Niere. PatientenBegleiter. https://www.bundesverband-niere.de/angebot/projekte

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA). Organspende. https://www.organspende-info.de/organspende/ablauf-einer-organspende/wartelisten-vermittlung-transplantation/

Charité. Med. Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin. Transplantation. https://nephrologie-intensivmedizin.charite.de/leistungen/transplantation/

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie. Ernährungsratgeber für Patienten. https://www.dgfn.eu/ernaehrungsratgeber-fuer-patienten.html

Deutsche Nierenstiftung. Ernährung bei Nierenerkrankungen. https://www.nierenstiftung.de/wp-content/uploads/2019/12/Ansicht_Ern%C3%A4hrung-bei-Nierenerkrankungen.pdf

Mizu-App für chronisch Nierenkranke https://www.mizu-app.com/ und Blog zur Mizu-App https://www.mizu-app.com/blog

Stiftung Gesundheitswissen. Laborwerte richtig verstehen. https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/koerper-wissen/laborwerte-richtig-verstehen

Die Inhalte wurden in enger Zusammenarbeit mit einem Beirat aus Patientenorganisationen und Ärztinnen und Ärzten erstellt.