Immunsystem und immunsuppressive Therapie

Immunsystem und immunsuppressive Therapie

Eine Frau hält Tabletten in ihrer rechten Hand, in ihrer linken Hand hält sie Glas mit Wasser

„Medikamente, die die Aktivität des Immun­systems vermindern, müssen lebenslang korrekt eingenommen werden, um eine Abstoßung der neuen Niere zu verhindern.“

Inhalte dieses Kapitels

Wo befinden Sie sich gerade? Die wichtigsten Etappen bei einer Nieren­transplantation

Bereits kurz vor der Transplantation einer neuen Niere wird mit einer immun­suppressiven Therapie begonnen. Diese wird Menschen mit einem transplantierten Organ ein Leben lang verordnet und nimmt einen besonders wichtigen Platz im Leben mit dem neuen Organ ein. Denn sie verhindert, dass das Immun­system das Transplantat angreift und abstößt.

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Quiz PE 2.2

Was bedeutet eine Nieren­transplantation für das Immunsystem?

Die menschliche Immunabwehr ist ein komplexes System und hat die Aufgabe, den Körper gegen Krank­heitserreger zu verteidigen. Auch ein Nieren­transplantat wird vom Immunsystem als fremd und damit potenziell gefährlich eingestuft und angegriffen. Um eine Abstoßungs­reaktion zu verhindern, müssen Menschen mit einem Nieren­transplantat lebenslang immun­suppressive Medikamente einnehmen.
Was passiert bei einer Abstoßung und wie kann sie durch Immun­suppressiva verhindert werden?

Wie funktioniert die Immun­abwehr?

Das Immunsystem des Menschen umfasst viele spezialisierte Zell­typen, die koordiniert zusammen­arbeiten, um Krank­heits­erreger wie Bakterien, Viren und Pilze anzugreifen und zu zerstören. Dazu haben die Immun­zellen gelernt, zwischen körpereigen und körperfremd zu unterscheiden. Sie erkennen Krank­heits­erreger anhand von körperfremden Oberflächen­strukturen – den sogenannten Antigenen –, greifen sie an und zerstören sie.

Nach demselben Prinzip werden auch Gewebe­merkmale (z. B. HLA-Antigene) auf einer Spender­niere als körperfremd erkannt und können vom Immun­system angegriffen werden – auch dann, wenn die Gewebe­merkmale von spendender und empfangender Person gut zueinander passen. Man spricht von einer Abstoßungs­reaktion, die zur Schädigung und zum Funktions­verlust der neuen Niere führen kann.

Was passiert bei der Abstoßungs­reaktion gegen eine Spender­niere?

Das Immunsystem besteht aus unterschiedlichen Zellen, die spezifische Funktionen haben und auch zusammen­arbeiten. Bei einer Abstoßungs­reaktion spielen bestimmte Immun­zellen, die T-Zellen und die B-Zellen, eine große Rolle.

  • Einerseits werden T-Zellen aktiviert, die körper­fremde Zellen erkennen und zerstören können.
  • Anderseits werden von den B-Zellen zahlreiche Antikörper gebildet, welche an die körper­fremden Zellen binden und diese zum Abbau für andere Immunzellen markieren.

Dies führt vereinfacht gesagt zu einer Entzündungs­reaktion am transplantierten Organ und kann die Organ­funktion schwer beeinträchtigen bzw. zum vollständigen Funktions­verlust führen. Um dies zu verhindern, wird nach einer Nieren­transplantation die Aktivität des Immun­systems mit immun­suppressiven Medikamenten gedämpft, damit das Immunsystem die neue Niere nicht effektiv angreifen kann.

T-Zellen
  • T-Zellen binden an ihr passendes Antigen auf Krank­heits­erregern, körperfremden Zellen oder auch Krebs­zellen, werden dadurch aktiviert und vermehren sich daraufhin stark.
  • Aktivierte T-Zellen können körperfremde Zellen direkt angreifen und vernichten und weitere Immun­zellen anziehen und so die Immun­reaktion verstärken.
  • B-Zellen erkennen Krankheits­erreger und körper­fremde Zellen und produzieren in der Folge eine große Anzahl spezifischer Anti­körper gegen deren Antigene.
  • Diese Antikörper binden an die Antigene der Krank­heits­erreger und körperfremden Zellen und markieren sie dadurch für die Bekämpfung durch andere Zellen des Immun­systems.
Neben den T- und B-Zellen werden im Rahmen der Immun­abwehr weitere Immun­zellen aktiviert – darunter natürliche Killer­zellen, Monozyten und Makrophagen, die Krankheits­erreger und körper­fremde Zellen angreifen, zerstören und abbauen können.

Welche Arten von Abstoßungs­reaktionen gibt es?

Es gibt unterschiedliche Arten von Abstoßungs­reaktionen, die durch unterschiedliche Zellen des Immun­systems ausgelöst werden und häufig zu unterschiedlichen, charakteristischen Zeit­punkten nach der Transplantation auftreten.
Infografik, die die unterschiedlichen Arten von Abstoßungsreaktionen einer Spenderniere im Verlauf der Zeit nach der Transplantation darstellt.
Typen der Abstoßungsreaktion im zeitlichen Verlauf
Arten der Abstoßungs­reaktion
Hyperakute Abstoßung
  • Sehr starke und schnelle Abstoßungs­reaktion wenige Minuten bis Stunden nach der Transplantation
  • Ausgelöst durch Antikörper, die bereits vor der Transplantation vorhanden sind, z. B. durch eine vorangegangene Transplantation oder eine Schwanger­schaft (z. B. Antikörper gegen HLA-Merkmale oder Blutgruppen-Antigene) → Für mehr Informationen zur Immun­reaktion auf HLA-Merkmale können Sie sich den Erklärfilm Gewebemerkmale und HLA-Matching anschauen.
  • Beginnt mit Anschluss der Spender­niere an die Blut­versorgung der empfangenden Person und führt fast immer zu einer irreversiblen Schädigung des Transplantats.
  • Da die hyperakute Abstoßungs­reaktion in aller Regel durch Bestimmung der Anti­körper der empfangenden Person und Kreuz­probe sowie die genaue Auswahl des Spender­organs bzw. vorbereitende Maßnahmen verhindert werden kann, ist sie sehr selten.
  • Abstoßungsreaktion, die meist in den ersten Tagen und Wochen nach der Transplantation auftritt
  • Ausgelöst meist durch T-Zellen
  • Meist verläuft eine akute Abstoßung zunächst symptom­frei. Warnsignale können Grippe-ähnliche Symptome, eine verringerte Urin­menge oder Blut­hochdruck sein.
  • Die häufigen Kontroll­untersuchungen in der ersten Zeit nach der Transplantation dienen auch dazu, eine akute Abstoßung schnell zu erkennen. Sie lässt sich dann mit Medikamenten (meist Kortison) in der Regel gut behandeln.
  • Kann früh nach der Transplantation beginnen, schreitet jedoch sehr langsam voran und wird deswegen oft erst Monate oder Jahre nach der Transplantation erkannt
  • Ausgelöst durch T-Zellen oder spezifische Anti­körper gegen das transplantierte Organ
  • Schleichende Schädigung und Verengung der Blut­gefäße führt zu einem Absterben von Nieren­zellen, bis zum vollständigen Funktions­verlust des Transplantats
  • Ist häufig auf eine unregel­mäßige Einnahme der Immun­suppressiva zurückzuführen.
  • Die langfristige und regelmäßige Wahrnehmung der Kontroll­termine ist zentral, um eine chronische Abstoßung mittels Labor­untersuchungen von Blut und Urin und ggf. weiterführender Diagnostik zu erkennen.
  • Um die chronische Abstoßung einzudämmen, wird in der Regel die immun­suppressive Therapie neu angepasst.

Alle Abstoßungsreaktionen führen zu einer Ver­schlechterung der Funktion der neuen Niere oder im schlimmsten Fall sogar zum Verlust des Transplantats.

Durch zuverlässige Medikamentenein­nahme und regelmäßige Kontroll­termine mit Blut­untersuchungen in der Transplantations­ambulanz kann eine Abstoßung verhindert bzw. früh erkannt und behandelt werden.

➔ Mehr zu Kontroll­untersuchungen nach der Transplantation erfahren Sie im Abschnitt Nachsorge.

Die immunsuppressive Therapie während und nach der Nieren­transplantation

Immunsuppressive Medikamente ermöglichen nach einer Nieren­transplantation ein langes Überleben des Transplantats und ermöglichen eine, im Vergleich zur Dialyse, selbst­bestimmtere und aktivere Lebens­gestaltung. Sie verhindern effektiv die Abstoßung des neuen Organs und sind meist gut verträglich.

Die richtige Balance der Immun­suppressiva ist entscheidend

Um zu verhindern, dass das Immunsystem von Emp­fängerinnen und Empfängern einer Nieren­spende das neue Organ als körper­fremd erkennt, angreift und schädigt, muss die Aktivität der Immun­zellen durch die Einnahme von immun­suppressiven Medikamenten verringert werden. Immun­suppressiva dämpfen die Stärke der Immun­reaktion, sodass eine Abstoßung des Transplantats unterbunden wird.

Bei der Immun­suppression gibt es allerdings einige Dinge zu beachten. Insbesondere die Dosierung der immun­suppressiven Therapie muss sehr genau eingestellt sein:

Infografiken mit einer Waage, die die richtige Balance der Immunsuppression zwischen Abstoßungsrisiko und Nebenwirkungs- bzw. Infektionsrisiko darstellt.
Balance der immunsuppressiven Therapie
Entscheidend für die Wirksamkeit und Verträglichkeit der immun­suppressiven Medikamente ist der Blut­spiegel – also die Menge des Wirkstoffs im Blut. Der Blut­spiegel sollte immer in einem Bereich sein, in dem das Medikament ausreichend wirksam ist und gleich­zeitig möglichst wenig Neben­wirkungen auslöst – diesen Bereich nennt man Ziel­spiegel oder auch nur Spiegel. Deswegen wird der Blut­spiegel regelmäßig bei den Kontroll­terminen in der Transplantations­ambulanz kontrolliert.

Die Voraussetzung für konstante Blutspiegel ist die regelmäßige Einnahme der Immun­suppressiva!

Lesen Sie mehr darüber, wie Sie die korrekte Einnahme der Immun­suppressiva sicherstellen können, im Abschnitt Therapietreue – Immun­suppressiva richtig und regelmäßig einnehmen.

Welche immun­suppressiven Medikamente werden eingesetzt?

Abhängig vom zeitlichen Abstand zur Transplantation und den Bedürf­nissen von Patientinnen und Patienten wird die immun­suppressive Therapie individuell zusammengestellt. Dabei kommen insbesondere vier Klassen von Immun­suppressiva zum Einsatz: Kortikosteroide, Calcineurin­hemmer, Proliferations­hemmer und Anti­körper.
Man unterteilt die Behandlung in die Induktions- und die Basis­therapie.

Induktionstherapie

Die Immun­suppression wird unmittelbar vor der Transplantation begonnen – mit der sogenannten Induktions­therapie. Die Induktions­therapie wird vor bzw. während der Operation als Infusion ver­abreicht. Sie ist oft hoch dosiert und beinhaltet insbesondere Anti­körper und Kortison.

Basistherapie

Nach der Transplantation muss die Immun­suppression lebenslang richtig dosiert, pünktlich und konsequent eingenommen werden, um das neue Organ zu schützen – man spricht von der Basis­therapie. Auch sie wird anfangs hoch dosiert, aber mit zunehmendem Abstand zur Operation an die individuellen Erford­ernisse angepasst. Meist werden dabei verschiedene Wirk­stoffe kombiniert – wie Kortikosteroide, Calcineurin- und Proliferations­hemmer.

Wie unterscheiden sich die verschiedenen immun­suppressiven Therapien?

Die einzelnen Immun­suppressiva haben verschiedene Angriffspunkte und dämpfen die Aktivität des Immun­systems auf unterschiedliche Weise.

Infografik, die zeigt, welche immunsuppressiven Medikamente die Aktivität von T-Zellen bzw. B-Zellen beeinflussen
Angriffspunkte der Immunsuppressiva
So wirken die verschiedenen Klassen von Immun­suppressiva
Antikörper
  • Spezielle Antikörper gegen T-Zellen (Basiliximab, Anti-Thymozytenglobulin, Belatacept) oder B-Zellen (Rituximab), die diese gezielt blockieren oder zerstören
  • Sie werden häufig im Rahmen der Induktions­therapie oder später zeitlich begrenzt eingesetzt, um eine akute Abstoßung zu verhindern oder wenn eine starke Immun­suppression erforderlich ist.
  • Manche Antikörper-Präparate (z. B. Belatacept) können auch im Rahmen der dauerhaften Basis­therapie eingesetzt werden.
  • Synthetisch hergestellte Medikamente, die dem natürlich im menschlichen Körper vor­kommenden Kortisol ähneln
  • Stark entzündungs­hemmende und leicht immun­suppressive Wirkung
  • Im Lauf der Zeit wird die Dosierung verringert oder das Präparat ganz abgesetzt
  • Z. B. Prednison, Prednisolon, Methyl-Prednisolon
  • Verhindern die vollständige Aktivierung und damit die Ver­mehrung von T-Zellen
  • Medikament mit sehr engem Wirkungs­bereich – die zuver­lässige und präzise Einnahme zum richtigen Zeitpunkt sowie regelmäßige Messungen des Blut­spiegels sind besonders wichtig.
  • Anfangs höhere Dosierung, wichtiger Bestand­teil der Basis­medikation ggf. in geringerer Dosierung
  • Z. B. Tacrolimus, Ciclosporin
  • Verhindern die Zellteilung (Proliferation) von T- und B-Zellen und damit deren Ver­mehrung
  • Zu dieser Gruppe gehören mTOR-Hemmer (Sirolimus, Everolimus) und Anti­metabolite (Mycophenolat-Mofetil, Mycophenolsäure).

Die Immun­suppression wird auf die individuellen Bedürfnisse zu­geschnitten

Immunsuppressive Medikamente müssen genau dosiert werden, damit sie ausreichend wirksam sind, um eine Abstoßungs­reaktion zu verhindern, aber möglichst keine unerwünschten Neben­wirkungen zeigen.

Wie viel von den jeweiligen Medikamenten eingenommen werden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Zeitlicher Abstand zur Transplantation: In der ersten Zeit nach der Transplantation ist eine stärkere Immun­suppression nötig, die mit der Zeit reduziert wird.
  • Individuelle Ver­träglichkeit
  • Risiko für bestimmte Infektionen
  • Aus genetischen Gründen bauen manche Menschen immun­suppressive Medikamente schneller ab als andere und benötigen daher eine entsprechend angepasste Dosierung.
  • Persönliche Bedürfnisse und Lebensumstände

Durch die Kombination mehrerer Wirk­stoffe, die über unterschiedliche Mechanismen eine Immunsuppression bewirken, können hohe Dosierungen meist vermieden und Neben­wirkungen vermindert werden.

Achtung: Die Einnahme der Immun­suppressiva darf niemals ohne Rücksprache mit Fach­ärztinnen und -ärzten beendet oder verändert werden!

Sogar eine Schwangerschaft ist nach Rücksprache mit dem Transplantations­zentrum und ggf. Anpassung der Medikation möglich. Bei Kinderwunsch oder Schwanger­schaft dürfen nur bestimmte Immunsuppressiva eingenommen werden.

Nehmen Sie Ihre immun­suppressive Therapie immer korrekt und regelmäßig ein.

Das ist wichtig, um das neue Organ vor einer Abstoßung zu schützen! Im Abschnitt Therapietreue – Immun­suppressiva richtig und regelmäßig einnehmen können Sie lesen, worauf Sie bei der Einnahme und Lagerung der immun­suppressiven Medikamente achten sollten.

Nebenwirkungen von Immun­suppressiva

Auf mögliche Neben­wirkungen von Immun­suppressiva achten und frühzeitig reagieren

Es ist wichtig, dass unerwünschte Wirkungen der Immun­suppressiva früh erkannt werden, denn dann können rechtzeitig Gegen­maßnahmen ergriffen und die Immun­suppression z. B. durch eine Dosis­änderung, einen Präparat­wechsel oder eine neue Kombination von Medikamenten angepasst werden.

Um möglichst schnell auf Neben­wirkungen reagieren zu können, sollten Menschen mit einem Nieren­transplantat

  • wichtige Nebenwirkungen ihrer individuellen immunsuppressiven Therapie kennen und auf sie achten.
  • sich an das Transplantations­zentrum wenden, wenn ihnen Neben­wirkungen oder etwas anderes Ungewöhnliches auffällt.
  • in der ersten Zeit nach der Verordnung eines neuen immun­suppressiven Medikaments in besonders engem Austausch mit dem Transplantations­zentrum stehen.
  • wissen, dass hinter einer ver­meintlichen Nebenwirkung auch eine Abstoßungs­reaktion stecken kann.
  • die regelmäßigen Kontroll­untersuchungen wahrnehmen, bei denen auch speziell auf Neben­wirkungen und Abstoßungs­reaktionen geachtet wird.

Häufige Risiken und Neben­wirkungen von Immun­suppressiva

Die Nebenwirkungen von Immun­suppressiva können unter­schiedliche Organe oder Systeme des Körpers betreffen.
Infografik eines Körpers, an dem mögliche Nebenwirkungen von Immunsuppressiva an den entsprechenden Organen und Körperregionen gezeigt werden.
Mögliche Nebenwirkungen, die unter einer immunsuppressiven Therapie auftreten können
Sollten bei Ihnen bekannte Neben­wirkungen oder andere Beschwerden auftreten, wenden Sie sich bitte sofort an Ihr Transplantations­zentrum. Viele Neben­wirkungen sind bereits bekannt, es können jedoch auch bislang nicht bekannten Neben­wirkungen auftreten. Hören Sie auf Ihren Körper!
Achtung bei Durchfall! Durchfälle können die Wirkung der immun­suppressiven Medikamente beeinflussen. Wenden Sie sich an Ihr Behandlungs­team, wenn Sie unter Durchfall leiden!

Erhöhtes Infektions­risiko durch die immun­suppressive Therapie

Infektionen sind eine häufige Neben­wirkung bei der Einnahme von Immun­suppressiva. Durch die verminderte Aktivität der Immun­zellen ist die Anfälligkeit für Krank­heits­erreger erhöht. Dies gilt in besonderem Maße im ersten Jahr nach der Transplantation, da die immun­suppressiven Medikamente dann hoch dosiert werden und sich der Körper erst noch an den neuen Zustand gewöhnen muss. Später wird die Dosis meist verringert, aber das Infektions-Risiko bleibt erhöht. Vor­aussetzung für die Dosis­reduktion ist immer die Rück­sprache mit den Ärztinnen und Ärzten des Transplantations­zentrums.

Abbildung eines transparenten Körpers mit sichtbaren Nieren, denen sich Bakterien nähern

Achtung: Anzeichen und Warn­signale von Infektionen

Erhöhte Körper­temperatur (mehr als 37 °C) oder Fieber (mehr als 37,5 °C) sind die wichtigsten Warn­signale bei den meisten Infektionen.

Transplantierte Menschen sollten in jedem Fall bereits bei einer erhöhten Temperatur (mehr als 37 °C) Kontakt zum Transplantations­zentrum aufnehmen!

Zu erhöhter Körper­temperatur oder Fieber können – je nach Erreger und Ort der Infektion – weitere Anzeichen wie Schmerzen, Husten oder Durchfall kommen. Die Symptome von Infektionen sind bei Menschen, die Immun­suppressiva ein­nehmen, oft schwächer und undeutlicher. Gerade deshalb sollten auch milde Anzeichen einer Infektion unbedingt ernst genommen werden!

Welche Infektionen treten nach einer Nieren­transplantation häufig auf?

Nierentransplantierte sind grundsätzlich anfälliger für alle Krank­heits­erreger. Dazu gehören Bakterien, Viren und Pilze, die auch Menschen ohne Transplantat betreffen.

Einige Krank­heitserreger, die in der Bevölkerung weit verbreitet sind, wie das Cytomegalie- oder das BK-Virus, ver­ursachen bei Menschen mit einem voll funktionsfähigen Immun­system keine Symptome, denn das Immun­system verhindert eine Vermehrung des Erregers. Nach einer Nieren­transplantation ist es möglich, dass diese Erreger sich vermehren und die Erkrankung dadurch ausbricht. Diesen Vorgang nennt man Reaktivierung. Außerdem können sich Transplantierte, die bisher noch keinen Kontakt zu den Erregern hatten, auch neu an­stecken und dadurch erkranken.

Besondere Infektionen nach einer Nieren­transplantation
Cytomegalie­virus (CMV)
  • Die CMV-Erkrankung kann unterschiedliche Organe betreffen und u. a. zu Entzündungen in Speise­röhre, Dick­darm, Netz&hsy;haut, Leber, Lunge und dem zentralen Nerven­system führen.
  • Eine Infektion mit CMV liegt oft schon vor der Transplantation vor. Sowohl die empfangende Person als auch das gespendete Organ können infiziert sein.
  • Durch die immun­suppressive Therapie kann es zu einer Reaktivierung kommen. Dies passiert häufig im ersten Jahr nach der Transplantation, da die Immun­suppressiva dann besonders hoch dosiert werden müssen.
  • Besteht das Risiko einer Reaktivierung, erhalten Organ­empfängerinnen und -empfänger in den ersten Monaten nach der Transplantation ein Medikament, das die Vermehrung des Virus hemmt (Virostatikum).
  • Nach einer Organ­transplantation wird regelmäßig auf CMV getestet und kontrolliert, dass die Werte im Norm­bereich sind.
  • Im Fall eines Krank­heits­ausbruchs sind CMV-Infektionen durch Medikamente behandelbar.
  • BK-Viren, die zu den Polyomaviren zählen, können eine Entzündung von Harn­leiter, Harn­blase und Niere auslösen (Polyoma­virus-Nephropathie), die die transplantierte Niere so schwer schädigen kann, dass es zu einem Versagen des neuen Organs kommen kann.
  • Die Polyoma­virus-Nephropathie verläuft anfangs oft symptomlos – regelmäßige Kontroll­untersuchungen sind daher besonders wichtig.
  • Eine Infektion mit BK-Viren besteht ebenfalls häufig schon vor der Transplantation und kann infolge der Immun­suppression reaktiviert werden – oft im Zeitraum von 8 bis 13 Monaten nach der Nieren­transplantation.
  • Eine BKV-Erkrankung wird in der Regel durch eine Anpassung (Reduktion und/oder Wechsel) der immun­suppressiven Therapie behandelt.
  • Eine vorbeugende Behand­lung gegen das BKV ist derzeit nicht möglich.
  • P. jirovencii, auch als P. carinii bezeichnet, ist ein Pilz, der bei immun­supprimierten Menschen eine Lungen­entzündung auslösen kann.
  • Zum Schutz vor einer P.-jirovencii-Er­krankung kommen in den ersten Monaten nach einer Nieren­transplantation vorbeugend bestimmte Anti­biotika, die auch gegen den Pilz wirksam sind, zum Einsatz. Auch im Falle einer Erkrankung wird mit Anti­biotika behandelt.
  • C. albicans ist ein Hefe­pilz, der vor allem die Haut und Schleim­haut befällt. Am häufigsten ist die Mund­höhle und der Hals betroffen (Soor), seltener tritt er in den Augen, Atem­wegen oder im Urogenital­bereich auf.
  • Vorbeugend werden nach der Transplantation lokale oder systemisch wirkende Lösungen zur oralen Anwendung oder Tabletten gegeben, die gegen Pilze wirksam sind (Antimykotika).
Infolge einer Infektion kann es im schlimmsten Fall zu einer lebens­bedrohlichen Sepsis kommen (oft auch Blut­vergiftung oder Blut­strominfektion genannt). Regelmäßige Kontroll­termine ermöglichen es, Infektionen früh­zeitig zu erkennen und zu behandeln, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.

Infektionen vermeiden – das sollte beachtet werden

Einige Vorsichts­maßnahmen können dazu beitragen, das Risiko von Infektionen zu senken. Dazu gehören allgemeine Hygiene­maßnahmen bei der Körper­pflege, im Haus­halt und beim Essen und ein sorgsamer Umgang mit Sozial­kontakten. Bestimmte Aktivitäten, wie beispiels­weise Garten­arbeit, oder manche Reise­ziele sind aufgrund der erhöhten Infektions­gefahr für Menschen mit einem Nierentransplantat grundsätzlich weniger geeignet. Im Vergleich zu einem Leben mit Dialyse gibt es jedoch für transplantierte Menschen deutlich weniger Beschränkungen.

Weitere Details zur Umsetzung des Infektions­schutzes im Alltag.

Impfungen reduzieren das Infektions­risiko

Impfungen sind für Menschen mit Nieren­transplantat besonders wichtig. Auch enge Kontakt­personen sollten auf einen umfassenden Impf­schutz achten. Idealerweise werden Impfungen vor der Transplantation durch­geführt. In den ersten sechs Monaten nach der Transplantation sollten keine Impfungen verabreicht werden. Lebend­impfstoffe dürfen nach einer Transplantation nicht mehr ange­wendet werden.
Die Ständige Impf­kommission empfiehlt bestimmte Impfungen vor und nach einer Organ­transplantation. Halten Sie hier immer Rück­sprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder dem Transplantations­zentrum und lassen Sie die empfohlenen Impfungen immer rechtzeitig durch­führen.

Welche Arten von Impfstoffen es gibt und wie diese Impfungen funktionieren, können Sie auf der Website impfen-info.de der Bundes­zentrale für gesundheit­liche Aufklärung nachlesen.

Wechsel­wirkungen zwischen Immun­suppressiva und anderen Medikamenten und Nahrungs­mitteln

Ein Mann sitzt am Tisch und liest den Beipackzettel zu seinen Medikamenten

Manche Medikamente und Nahrungs­mittel können die Wirkstoff­spiegel der Immun­suppressiva im Blut verändern. Manchmal ist es deswegen nötig, die Dosierung der Immun­suppressiva anzupassen, manche Medikamente dürfen auch überhaupt nicht in Kombination mit Immun­suppressiva eingenommen werden.

Ein Mann sitzt am Tisch und liest den Beipackzettel zu seinen Medikamenten
Manche Medikamente und Nahrungs­mittel können die Wirkstoff­spiegel der Immun­suppressiva im Blut verändern. Manchmal ist es deswegen nötig, die Dosierung der Immun­suppressiva anzupassen, manche Medikamente dürfen auch überhaupt nicht in Kombination mit Immun­suppressiva eingenommen werden.

Mögliche Wechsel­wirkungen zwischen Immun­suppressiva und anderen Medikamenten sowie Nahrungs­mitteln

  • Vor der Einnahme neuer Medikamente sollte immer mit dem Transplantations­zentrum oder der behandelnden Ärztin bzw. dem Arzt Rück­sprache gehalten werden.
  • Neue Ärztinnen oder Ärzte sollten informiert werden, dass Immun­suppressiva eingenommen werden und Medikamente daher vor der Verordnung auf Wechsel­wirkungen geprüft werden sollten.
  • Tipp: Ein Medikamentenplan, in den alle Medikamente, die ein­genommen werden, eingetragen werden, erleichtert Ärztinnen und Ärzten den raschen Überblick.
  • Auch pflanzliche Arznei­mittel (z. B. mit Johannis­kraut oder Schisandra­beere), Nahrungs­ergänzungs­mittel oder andere Präparate, die in Apotheke oder Drogerie­markt frei verkäuflich sind, können Wechsel­wirkungen mit Immun­suppressiva haben.
  • Die Einnahme von pflanzlichen oder frei verkäuflichen Arznei­mitteln oder Nahrungs­ergänzungs­mitteln sollte immer mit dem Transplantations­zentrum oder der behandelnden Ärztin bzw. dem Arzt abgesprochen werden.
  • Nicht nur Arznei­stoffe, auch bestimmte Nahrungs­mittel können die Aufnahme und Verstoff­wechslung von Immun­suppressiva beeinflussen.
  • Menschen, die Immun­suppressiva einnehmen, sollten auf Grape­fruit, Pomelo, Cranberry, Granat­apfel, Stern­frucht, Ingwer in großen Mengen, Lakritz, Johannis­kraut, Arnika und Schisandra­beeren verzichten.

Rückfragen stellen!

Lassen Sie sich durch Aussagen Dritter hin­sichtlich der Einnahme Ihrer Immun­suppressiva nicht beirren. Bei Fragen oder Unklarheiten bezüglich Ihrer medikamentösen Behandlung wenden Sie sich direkt an das Team des Transplantations­zentrums oder an Ihre niedergelassene Nephrologin bzw. Ihren niedergelassenen Nephrologen! Nehmen Sie keine eigenständige Änderung der Medikation vor!

Darüber hinaus bietet es sich an, bei jedem Kontroll­termin einen Blick auf den Medikations­plan zu werfen und zu prüfen, ob alle Medikamente erforderlich und richtig dosiert sind und zusammen­passen.

Die Wirkung der Immun­suppressiven Therapie wird regelmäßig über­wacht

Die regelmäßigen Kontroll­termine in der Transplantations­ambulanz sind wichtig für den langfristigen Erfolg der Nieren­transplantation. Dabei wird

  • der Wirkstoffspiegel der Immun­suppressiva im Blut gemessen, um sicher­zustellen, dass die Dosierung nicht zu hoch und nicht zu niedrig ist.
  • das Blut auf Antikörper gegen das transplantierte Organ (Immun­monitoring auf HLA-Antikörper) untersucht, die auf eine Abstoßungs­reaktion hinweisen. Mehr Details zum Thema HLA bietet unser Erklärfilm Gewebemerkmale und HLA-Matching.
  • nach möglichen Neben­wirkungen der immun­suppressiven Therapie gesucht, z. B. Screening auf CMV- oder BKV-Infektionen
Die Blut­abnahme für die Kontrolle der Wirkstoff­spiegel der Immun­suppressiva erfolgt immer morgens vor der Einnahme, denn man möchte den niedrigsten Wert der Medikamente, oft Tal­spiegel genannt, ermitteln. Ist der Spiegel zu niedrig, muss die Dosierung erhöht werden. Ist er zu hoch, wird die Dosierung vermindert.

Mehr zu den regelmäßigen Nachsorge­untersuchungen, die für Nieren­transplantierte verpflichtend sind, erfahren Sie im Abschnitt Nachsorge und Vorsorge.

Therapietreue – Immun­suppressiva richtig und regelmäßig ein­nehmen

Nur wenn Empfängerinnen und Empfänger einer Nieren­spende sich aktiv und selbst­verantwortlich um ihre Gesund­heit kümmern und insbesondere ihre immun­suppressive Therapie zuverlässig einnehmen, kann ein langes und gesundes Leben mit dem neuen Organ gelingen. Werden die Immun­suppressiva nicht korrekt eingenommen, kann es zu einer Abstoßungs­reaktion und dadurch zu einer verminderten Nieren­funktion kommen und die Rückkehr zur Dialyse bedeuten.

Die unregelmäßige Einnahme der immun­suppressiven Medikamente ist eine häufige Ursache für eine Transplantat­abstoßung.

Eine Abstoßungs­reaktion ist in der ersten Zeit nach der Transplantation besonders häufig, kann jedoch auch erst Jahre später einsetzen, wenn die immun­suppressiven Medikamente nicht korrekt eingenommen wurden. Die immun­suppressive Therapie ist daher dauerhaft notwendig.

Einnahme­hinweise von Immun­suppressiva beachten

Einige Immunsuppressiva müssen nüchtern, andere während oder nach einer Mahl­zeit ein­genommen werden, z. B. weil der Wirkstoff­spiegel durch die Zusammen­setzung der Nahrung beeinflusst werden kann. Oder bei der Einnahme ist ein bestimmter zeit­licher Abstand zu einem anderen Arznei­mittel erforderlich.
Infografik mit Hinweisen, worauf bei der Einnahme von Immunsuppressiva besonders zu achten ist.
Darauf ist bei der Einnahme von Immunsuppressiva zu achten.

Damit die Immunsuppressiva richtig wirken können, müssen die Medikamente immer nach Anweisung von Ärztin oder Arzt und möglichst immer zum gleichen Zeitpunkt im Tages­verlauf eingenommen werden!

Sprechen Sie mit Ihrer be­handelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt über die korrekte Ein­nahme und lesen Sie weitere Hinweise in der Gebrauchs­information (Beipackzettel) Ihrer Medikamen!

Gemeinsam Lösungen für Probleme bei der Medikamente­neinnahme finden

Manchmal ist die korrekte Einnahme der Immun­suppressiva aus persönlichen Gründen mit Heraus­forderungen verbunden, z. B. wenn der Medikations­plan sehr kompliziert ist oder nicht zum zuvor gewohnten Tages­rhythmus passt. Auch Urlaub kann eine besondere Her­ausforderung für die Therapie­treue sein. Trotzdem ist es von zentraler Bedeutung, die Medikamente immer in der richtigen Dosierung, pünktlich und konsequent ein­zunehmen, um das neue Organ zu schützen und zu erhalten.
Sprechen Sie Schwierigkeiten mit der Medikamenten­einnahme offen im Transplantations­zentrum oder bei der Nephrologin bzw. dem Nephrologen an! Gemeinsam können Lösungen gefunden werden, die Ihnen die Ein­nahme erleichtern.
Auch andere Transplantierte haben oft wertvolle Tipps, wie man sich die richtige und pünktliche Ein­nahme der Immun­suppressiva leichter machen kann. Der Austausch in Selbst­hilfegruppen kann daher sehr hilfreich sein. Hier finden Sie Kontakt zu Selbsthilfegruppen.

Einige Tipps, wie Sie Ein­nahmefehler vermeiden und keine Ein­nahme vergessen, finden Sie in der Check­liste zum Her­unterladen.

Immun­suppressiva richtig lagern

Lagern Sie Ihre Medikamente trocken (d. h. nicht im Badezimmer) und bei gleich­bleibender Temperatur nicht über 30 °C. Nehmen Sie Tabletten nicht vor der Ein­nahme aus dem Blister. Wenn sie eine Wochen-Dosierhilfe ver­wenden, teilen sie den Blister ggf. mit der Schere, ohne die Tabletten heraus­zunehmen.

Bei Immun­suppressiva gilt: Immer das gleiche Medikament vom selben Her­steller

Bei vielen Medikamenten ist es möglich, dass Apothekerinnen und Apotheker abhängig von Rabatt­verträgen der Kranken­kasse und Ver­fügbarkeit auf unter­schiedliche Hersteller zurück­zugreifen. Bei Immun­suppressiva ist das jedoch problematisch, da die Zusammen­stellung der Hilfs- und Träger­stoffe eventuell Auswirkungen auf den Blut­spiegel des Wirkstoffs haben kann.

Ärztinnen und Ärzte können und sollten auf Ihrem Rezept für die Immun­suppressiva deshalb einen Austausch des Präparats ausschließen. Dazu muss das Kästchen, in dem aut idem – lat. für „oder das Gleiche“ – ausgekreuzt sein. Nur wenn ein Kreuz vor oder bei dem Ausdruck aut idem ist, muss in der Apotheke genau das Präparat ausgegeben werden, das auf dem Rezept steht.

Bild eines Musterrezepts für ein Medikament, auf dem das aut-idem-Kästchen mit einem Kreis hervorgehoben ist.

Prüfen Sie, dass bei Ihren Rezepten immer ein Kreuz bei aut idem ist, und sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an, wenn sie/er ver­säumt hat, das Kreuz zu setzen!

Bild eines Musterrezepts für ein Medikament, auf dem das aut-idem-Kästchen mit einem Kreis hervorgehoben ist.

Prüfen Sie, dass bei Ihren Rezepten immer ein Kreuz bei aut idem ist, und sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an, wenn sie/er ver­säumt hat, das Kreuz zu setzen!

Das neue E-Rezept

Seit dem 1. Januar 2024 müssen Ärztinnen und Ärzte für die Verordnung von ver­schreibungspflichtigen Medikamenten ein E-Rezept ausstellen. Mehr Informationen zum Umgang mit dem E-Rezept.

Häufig gestellte Fragen rund um das E-Rezept werden auch auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit beantwortet.

Um z. B. sicher­zustellen, dass das aut-idem-Kreuz gesetzt wurde, sollten Nieren­transplantierte die E-Rezept-App auf ihrem Smartphone installieren. In der App klickt man auf das betreffende Medikament und kann dies unter dem Punkt „Ersatz­präparat möglich (aut idem)“ prüfen.

Suchen Sie sich eine Apotheke Ihres Vertrauens, bei der Sie alle Ihre Rezepte einreichen. So können Sie entsprechend gut beraten und darauf hin­gewiesen werden, falls es bei Ihrer Medikation zu Wechsel­wirkungen kommen könnte. Außerdem wissen die Apothekerinnen und Apotheker dort, dass Sie als Transplantierte bzw. Transplantierter exakt das ver­ordnete Präparat benötigen.

Quiz – Testen Sie Ihr Wissen! 

Quiz PE 2.2

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Abbildung zeigt einen städtischen Platz mit vielen Menschen, die nicht klar zu erkennen sind. Das Bild steht symbolisch für die vielen Menschen in Deutschland, die auf der Warteliste für eine Nierentransplantation stehen.
Menschen, die ein Nieren­ersatz­verfahren benötigen und für eine Nieren­transplantation in Frage kommen, können auf die Warteliste aufgenommen werden. Es ist wichtig, dass sich Betroffene aktiv um den Kontakt zum Transplantations­zentrum bemühen.
Verschwommenes Bild von einer lichtdurchfluteten Eingangshalle, die ein Transplantationszentrum darstellen soll.
Beim ersten Termin im Transplantationszentrum werden einige Untersuchungen (wie körperliche Untersuchung und Blutabnahme) durchgeführt. Die Krankengeschichte sowie die Möglichkeit einer Nierentransplantation und alles, was damit zusammenhängt, werden ausführlich besprochen.
Zwei Schwestern, die sich für eine Nieren-Lebendspende entschieden haben, stehen in der Abendsonne im Wald und halten sich an den Händen.
Die Lebendspende einer Niere von einer nahestehenden, gesunden Person kann eine gute Alternative zur postmortalen Organspende sein.

Quellen und weiter­führende Literatur

Bundesverband für Gesundheits­information und Verbraucherschutz – Info Gesundheit e.V. Alltag nach der Organ­transplantation – Zurück im Leben. Auflage 2017.

Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V. Immunologie für Jedermann. Organ­transplantation. Abstoßung und Immun­suppression. https://das-immunsystem.de/wissens­wertes/organ­transplantation/abstossung-und-immun­suppression/ (abgerufen am 02.09.2024)

Deutsche Gesell­schaft für Nephrologie e. V. Nieren-Navi. Nieren­transplantation. Aufklärungs­bogen Nierentransplantation https://www.nieren-navi.de/fileadmin/content/nieren­ersatz­therapie/nieren­transplantation/20210218-TX-Manual-Gesamt­­dokument.pdf

Ständige Impf­kommission. Impfungen vor und nach einer Organ­transplantation https://link.springer.com/content/pdf/­10.1007/s00103-020-03123-w.pdf

Die Inhalte wurden in enger Zusammen­arbeit mit einem Beirat aus Patienten­organisationen und Ärztinnen und Ärzten erstellt.