Ablauf einer Nierentransplantation
„Mit dem einem Anruf ändert sich alles – ein passendes Spenderorgan steht zur Verfügung.“
Inhalte dieses Kapitels
Wo befinden Sie sich gerade? Die wichtigsten Etappen bei einer Nierentransplantation
Quiz – Testen Sie Ihr Wissen!
Eine Nierenspende steht zur Verfügung – was passiert als nächstes?
Wenn eine postmortale Nierenspende zur Verfügung steht, wird die Vermittlungsstelle für Organspenden Eurotransplant informiert. Sie leitet alle weiteren Schritte in die Wege, um geeignete Empfängerinnen und Empfänger zu ermitteln. Dabei muss alles so schnell wie möglich gehen, um die gespendeten Organe zu schonen.
Personen, die auf eine Nierentransplantation warten, sollten daher immer auf den Anruf des Transplantationsbüros vorbereitet sein und direkt in die Klinik aufbrechen können. Dort wird final geprüft, ob die Operation stattfinden kann, und mit den OP-Vorbereitungen begonnen.
Welche Aufgaben hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO)?
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) ist eine Koordinationsstelle, die den gesamten Prozess einer postmortalen Organspende in Deutschland begleitet – dazu gehören u. a. die Unterstützung der Krankenhäuser bei der Hirntoddiagnostik, die Übermittlung der relevanten Spenderdaten an Eurotransplant und die Organisation von Organentnahme und -transport. Viele Transplantationszentren arbeiten eng mit der DSO zusammen, Organempfängerinnen und -empfänger haben in der Regel keinen Kontakt zur DSO.
Wie erfahren Menschen auf der Warteliste, dass eine passende Nierenspende zur Verfügung steht?
- Auf Basis der Daten einer Spenderin oder eines Spenders ermittelt die Vermittlungsstelle für Organspenden Eurotransplant die geeignete Empfängerin bzw. den geeigneten Empfänger.
- Eurotransplant benachrichtigt dann das Transplantationsbüro im Transplantationszentrum, das jeden Tag rund um die Uhr besetzt ist und übermitteln die relevanten Daten der spendenden Person an das Transplantationszentrum.
- Die diensthabenden Fachärztinnen und Fachärzte der Nephrologie, Immunologie und Transplantationschirurgie, prüfen und entscheiden, ob das Organ zur vorgeschlagenen Patientin bzw. zum vorgeschlagenen Patienten passt und angenommen wird.
- Gründe für eine Ablehnung des Organs können z. B. unzureichende Übereinstimmung von Alter oder Größe von spendender und empfangender Person sein. Darüber hinaus können akute Erkrankungen oder Infektionen von Empfängerin oder Empfänger eine Transplantation verhindern.
- Entscheiden die diensthabenden Fachärztinnen und Fachärzte, dass die Transplantation durchgeführt werden kann, wird die empfangende Person vom Transplantationszentrum angerufen und aufgefordert, umgehend in die Klinik zu kommen.
Welche Voraussetzungen müssen für die Durchführung der Transplantation gegeben sein?
Die potenzielle Empfängerin bzw. der potenzielle Empfänger muss
- mit dem Status „transplantabel (T)“ auf der Warteliste geführt sein,
- telefonisch erreichbar sein,
- infektionsfrei und fit sowie
- verfügbar sein, d. h. das Transplantationszentrum zeitnah erreichen können.
Was sind die wichtigsten Schritte nach dem Anruf des Transplantationsbüros?
- Patientinnen und Patienten sollten sich unmittelbar nach dem Anruf auf den Weg zum Transplantationszentrum machen, am besten in Begleitung oder mit einem Taxi.
- Sie sollten ab dem Zeitpunkt des Anrufs nichts mehr essen und trinken sowie nicht rauchen.
- Wichtige Papiere (z. B. Allergiepass) und Medikamente (z. B. Insulin) sollten ins Transplantationszentrum mitgebracht werden. Steht die Einnahme von Medikamenten noch aus, muss die Einnahme oder Nicht-Einnahme telefonisch mit der Ärztin oder dem Arzt abgesprochen werden.
Was passiert in der Zwischenzeit mit dem gespendeten Organ?
- Das Organ wird entnommen und schnellstmöglich zum Transplantationszentrum der Empfängerin oder des Empfängers transportiert.
- Im Transplantationszentrum wird das Organ sorgfältig und abschließend geprüft, damit ganz sicher ist, dass es transplantiert werden kann.
Was passiert nach der Ankunft der empfangenden Person im Transplantationszentrum?
Nach der Ankunft im Transplantationszentrum werden einige Untersuchungen und Aufklärungsgespräche durchgeführt.
- Aufnahme auf der Station durch die diensthabende Nephrologin oder den diensthabenden Nephrologen – mit Erhebung des aktuellen Gesundheitszustands, körperlicher Untersuchung, Blutabnahme, EKG, infektiologischen Tests, CT, Röntgenaufnahme der Lunge und ggf. weitere Diagnostik oder Dialyse in Abhängigkeit von Kaliumwerten
- Aufklärungsgespräche durch Anästhesie und Chirurgie und danach OP-Freigabe durch Anästhesie, Chirurgie und Nephrologie
- Beginn der immunsuppressiven Therapie
- Manchmal wird die Möglichkeit angeboten, an einer wissenschaftlichen Studie teilzunehmen, die vorab erklärt und besprochen wird.
Für Angehörige
Im Verlauf des Klinikaufenthalts zur Transplantation sind Empfängerinnen und Empfänger unter Umständen auf wechselnden Stationen untergebracht. Informieren Sie sich vorab, wie Sie Ihre Angehörigen am besten erreichen können. Wenden Sie sich dazu an das Personal auf der Station und erfragen Sie Stationsnamen und Telefonnummern.
Ablauf der Nierentransplantation – was passiert bei der OP?
Eine Nierentransplantation ist mittlerweile ein bewährter Eingriff, der unter Vollnarkose durchgeführt wird. Da die Leistung einer einzelnen gesunden Niere ausreichend ist, um alle für den Körper nötigen Aufgaben zu erfüllen, wird nur eine Niere transplantiert.
Das nachfolgende Video zeigt den grundlegenden Operationsablauf bei einer Nierentransplantation.
Wie lange dauert eine Nierentransplantation?
Eine Nierentransplantation dauert in der Regel 2 bis 3 Stunden. Meist werden die eigenen, erkrankten Nieren nicht entfernt, sondern lediglich die Spenderniere zusätzlich im sogenannten kleinen Becken eingesetzt – einem Bereich oberhalb der Leiste.
Unter welchen Umständen muss der empfangenden Person eine eigene Niere entnommen werden?
Normalerweise werden die Nieren der Transplantatempfängerin oder des -empfängers im Körper belassen. Sie werden weiter mit Blut versorgt und können mit dem Rest ihrer Funktion zur Gesamtnierenleistung von Transplantierten beitragen. Ausnahmen werden beispielsweise aufgrund von Platzmangel gemacht. So kann das Vorliegen von extrem großen Zystennieren und anderen Auffälligkeiten die Entfernung einer oder beider erkrankter Nieren erfordern.
Rechts oder links? Auf welche Seite kommt die neue Niere?
Die Spenderniere kann rechts oder links oberhalb der Leiste eingesetzt werden. Ausschlaggebend für die Entscheidung können die Spenderniere selbst und der Körperbau von Spenderin oder Spender sein. Auch Narben, z. B. durch eine vorangegangene Operation, können eine Rolle spielen.
Die immunsuppressive Therapie beginnt bereits vor der Operation in der Klinik
Nach der Transplantation muss verhindert werden, dass das körpereigenen Immunsystem die neue Niere angreift und abstößt. Dazu müssen Medikamente, die das Immunsystem dämpfen – sogenannte Immunsuppressiva – lebenslang eingenommen werden.
Die ersten Dosen einer immunsuppressiven Therapie bekommen Transplantationspatientinnen und -patienten noch vor der Operation. Nach der Transplantation werden die Kombination und Dosierung Platzhalter – Video der Immunsuppressiva individuell abgestimmt. Dazu wird der Wirkstoffspiegel regelmäßig im Blut bestimmt und die Medikamenteneinnahme ggf. entsprechend angepasst.
Aktive Mitarbeit ist gefragt beim Beginn der immunsuppressiven Therapie!
Die korrekte und konsequente Einnahme der Immunsuppressiva ist Grundvoraussetzung für eine lange Lebensdauer der neuen Niere. Deswegen ist wichtig, dass Transplantierte wissen, welche Immunsuppressiva sie wie und in welcher Dosierung einnehmen sollen. In der Klinik werden sie deshalb für die Zusammenstellung und Einnahme ihrer Medikamente geschult.
➔ Hier finden Sie umfassende Informationen zum Thema Immunsuppression.
Der Klinikaufenthalt nach der Transplantation – wie geht es weiter?
Wenn die Operation gut verlaufen ist und keine Komplikationen auftreten, bleiben Patientinnen und Patienten nach einer Nierentransplantation in der Regel ca. 14 Tage im Krankenhaus. In dieser Zeit erholt sich der Körper, und die neue Niere kann ihre Funktion aufnehmen und wird engmaschig überwacht. So kann die Operationswunde professionell versorgt und eine mögliche Komplikation früh erkannt und schnell behandelt werden.
Dazu kommen physiotherapeutische und psychotherapeutische Betreuung, Beratung hinsichtlich Rehabilitationsmaßnahmen durch den Sozialdienst der Klinik und Schulungen zu wichtigen Themen wie der immunsuppressiven Therapie und Hygienemaßnahmen nach der Transplantation.
Die Stationen des Klinikaufenthalts nach der Nierentransplantation
Der Aufenthalt im Krankenhaus richtet sich nach dem individuellen Genesungsfortschritt. Meist verläuft die Genesung nach der Transplantation ohne große Probleme, doch jeder Mensch ist anders, sodass es unterschiedlich schnell gehen kann.
Welche Kontrolluntersuchungen finden nach der Transplantation statt?
Entfernung von Shunt oder Katheter
Wenn die neue Niere stabil arbeitet, wird unter Umständen bereits im Krankenhaus der eventuell vorhandene Shunt aufgehoben bzw. entfernt oder der Katheter für die Bauchfelldialyse (PD) gezogen. Das kann ein emotional herausfordernder Moment sein, denn über lange Zeit waren diese Hilfsmittel überlebensnotwendig.
➔ Sprechen Sie mit dem Transplantationsteam über Ihre Gefühle und nehmen Sie ggf. psychologische Unterstützung in Anspruch!
Mögliche Komplikationen nach einer Nierentransplantation
Die meisten Komplikationen, die nach einer Nierentransplantation auftreten können, lassen sich gut behandeln und kontrollieren. Wichtig ist jedoch, dass sie möglichst frühzeitig erkannt werden.
Allgemeine Komplikationen nach einer Operation
Auch bei einer fachgerechten Durchführung der Narkose und des chirurgischen Eingriffs kann es nach einer Operation in seltenen Fällen zu Komplikationen wie Nachblutungen, Thrombosen oder Wundinfektionen kommen. Diese sind in der Regel gut behandelbar.
Manchmal treten im Bereich der Wunde eine vermehrte Wundsekretion und Wundheilungsstörungen auf. Unter der bereits laufenden Immunsuppression mit Kortison sind Wundheilungsstörungen etwas häufiger. Aus diesem Grund werden die Klammern am Bauchdeckenschnitt in der Regel erst nach 14 Tagen entfernt.
Komplikationen im Zusammenhang mit der Nierenfunktion
Nach langer Zeit an der Dialyse kann sich die Blase verkleinert haben. Die Folge können Blasenentleerungsstörungen und häufige Toilettengänge nach der Transplantation sein. Ein Blasenkatheter behebt das Problem in den ersten Tagen nach der Transplantation. Ein Blasentraining hilft, die Funktion der Blase langfristig wiederherzustellen.
Nicht immer fängt die neue Niere sofort an, effektiv zu arbeiten. Eventuell kann daher nochmal eine Dialyse notwendig sein, bis die Niere richtig funktioniert.
Häufige Folgeerkrankungen in den ersten Monaten nach der Transplantation
Infolge der Immunsuppression haben nierentransplantierte Menschen ein höheres Risiko für Infektionen. Deswegen wird gleichzeitig zur immunsuppressiven Therapie mit einer vorbeugenden Behandlung (Prophylaxe) gegen Infektionen mit Bakterien, Viren und Pilzen begonnen. Da das Infektionsrisiko gerade in den ersten Monaten nach der Transplantation besonders hoch ist, muss die Prophylaxe von Beginn an konsequent eingenommen werden.
Nach der Transplantation kommt es häufig zu erhöhten Blutzuckerwerten, die sich jedoch meist innerhalb von 3 Monaten von selbst wieder normalisieren. Trotzdem sollte der Blutzucker nach der Transplantation ambulant engmaschig überwacht werden, damit ein möglicher Diabetes, der durch die immunsuppressiven Medikamente ausgelöst werden kann (abgekürzt: PTDM), rasch erkannt und von einer Diabetologin bzw. einem Diabetologen behandelt werden kann.
Transplantationspsychologische Betreuung
Eine Organtransplantation kann mit psychischer Belastung einhergehen und emotionale Fragen aufwerfen. Professionelle Transplantationspsychologinnen und -psychologen können hier Beistand leisten und Transplantierte bei der Verarbeitung der neuen Situation unterstützen.
Patientinnen und Patienten sollten sich nicht scheuen, das Transplantationsteam anzusprechen und psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen, wenn negative Gedanken auftauchen. Häufig ist eine Anbindung an die spezialisierte psychologische Betreuung des Transplantationszentrums auch über den Klinikaufenthalt hinaus ambulant möglich.
Hier finden Sie weitere Hinweise, zum Umgang mit psychischen Belastungen nach einer Nierentransplantation.
Sozialrechtliche Aspekte nach der Transplantation
Während des Aufenthalts in der Klinik können verschiedene sozialrechtliche Aspekte geklärt und Angebote erwogen werden. Der Sozialdienst der Klinik kann Patientinnen und Patienten dabei unterstützen.
In der Regel kommt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Sozialdienstes der Klinik nach der Transplantation auf Patientinnen und Patienten zu. Sie oder er kann bei vielen Fragen rund um Ansprüche von Nierentransplantierten an die Kranken- und Rentenkasse helfen, z. B.:
- Fahrtkostenübernahme für Kontrolltermine und andere Ansprüche an die Krankenkasse
- Rehabilitationsmaßnahmen wie eine Anschlussheilbehandlung (AHB)
- Antragstellung für die Anerkennung einer Schwerbehinderung bzw. Änderung des Grads der Behinderung
Anschlussheilbehandlung oder Reha
Nierentransplantierte haben ein Recht auf eine Anschlussheilbehandlung (AHB) oder Rehabilitation (Reha). Die Anschlussheilbehandlung wird noch während des Krankenhausaufenthalts über den Sozialdienst der Klinik beantragt. Transplantierte sollten sich direkt nach der Operation in der Klinik beraten lassen.
Auch im Rahmen der AHB erhalten sie umfassende sozialrechtliche Informationen und können mit erfahrenen Sozialarbeitern Anträge, z. B. auf Anerkennung einer Schwerbehinderung, Zuzahlungsbefreiung, Fahrtkostenerstattung und Lohnersatzleistungen, stellen. Ausführliche Informationen zur Anschlussheilbehandlung und Reha nach der Nierentransplantation.
Grad der Schwerbehinderung nach einer Nierentransplantation
Nach einer Nierentransplantation kann ein Antrag auf Feststellung einer Behinderung und damit auf einen Schwerbehindertenausweis gestellt werden. Lag vor der Operation bereits eine Behinderung vor, kann ggf. der Grad der Behinderung angepasst werden. Der Sozialdienst der Klinik kann dazu beraten und auch bei der Antragstellung unterstützen. Informationen zum Grad der Behinderung findet man z. B. auf der Seite Betanet.
Wo bekommen Transplantationspatientinnen und -patienten eine Krankschreibung?
Während des stationären Aufenthalts gilt die Liegebescheinigung des Krankenhauses als Krankschreibung. Folgekrankschreibungen werden dann ambulant von der Transplantationsambulanz oder der niedergelassenen Nephrologin bzw. dem Nephrologen ausgestellt.
Informationsangebot des Bundesverbandes Niere zu sozialrechtlichen Fragen
Hilfestellung bei sozialrechtlichen Fragen bietet auch der Bundesverband Niere e.V., der auf der Internetseite Schatzkiste des Sozialrechts auf zahlreiche sozialrechtliche Aspekte wie Schwerbehinderung, Zuzahlungen, Reha, Lohnersatzleistungen uvm. eingeht.
Der Austausch mit anderen Transplantierten kann Sicherheit und Kraft geben
Durch den Anschluss an eine Selbsthilfegruppe oder Patientenorganisation können sich Patientinnen und Patienten regelmäßig austauschen und insbesondere in der ersten Zeit nach der Transplantation, aber auch danach auf Erfahrungswerte von Menschen zurückgreifen, die die gleiche Situation schon erlebt haben. Auch Angehörige können in Selbsthilfegruppen Anschluss und Unterstützung finden.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Selbsthilfegruppen.
Vor der Entlassung
Vor der Entlassung nach Hause oder in die Anschlussheilbehandlung wird der erste Termin in der Transplantationsambulanz vereinbart. Dort müssen Transplantierte zu den regelmäßigen Kontroll- und Nachsorgeterminen erscheinen, um die Gesundheit und Funktion der neuen Niere sicherzustellen und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.
Vor der Entlassung nach Hause oder in die Anschlussheilbehandlung wird der erste Termin in der Transplantationsambulanz vereinbart. Dort müssen Transplantierte zu den regelmäßigen Kontroll-und Nachsorgeterminen erscheinen, um die Gesundheit und Funktion der neuen Niere sicherzustellen und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.
Auch das Abschlussgespräch nach dem Klinikaufenthalt, bei dem nochmal alles besprochen wird, was nach der Transplantation zu Hause wichtig ist, findet meist bereits in der Transplantationsambulanz statt.
Auch das Abschlussgespräch nach dem Klinikaufenthalt, bei dem nochmal alles besprochen wird, was nach der Transplantation zu Hause wichtig ist, findet meist bereits in der Transplantationsambulanz statt.
Beim Abschlussgespräch wird besprochen, worauf Transplantierte im Leben mit der neuen Niere besonders achten sollten.
- Auf eine gute körperliche Gesundheit achten und diese dokumentieren – zum Beispiel in einem Patiententagebuch. Das bedeutet, auf die Trinkmenge, regelmäßige Ausscheidung (Urin, ggf. Sammelurin, und Stuhl) sowie auf Anzeichen von Entzündungen (Körpertemperatur, anfangs Wundkontrolle) zu achten. Außerdem sollten das Körpergewicht sowie Puls und Blutdruck regelmäßig gemessen werden.
- Bedeutung der regelmäßigen Kontrolltermine in der Transplantationsambulanz und der zuverlässigen Wahrnehmung der ambulanten Vor- und Nachsorgeuntersuchungen
- Hinweis auf die richtige, konsequente und lebenslange Einnahme der Immunsuppressiva sowie auf die Infektionsprophylaxe
- Beratung zum Verhalten im Alltag nach der Transplantation (z. B. Hygienemaßnahmen, Ernährung, Bewegung)
- Ggf. Beratung zum Einschluss in die telemedizinische Versorgung der Klinik
Wenn etwas auffällig oder ungewöhnlich ist, sollten Nierentransplantierte schnellstmöglich Kontakt zur Transplantationsambulanz aufnehmen!
Wann immer ein Problem oder eine Frage auftaucht, ist die Transplantationsambulanz die wichtigste Anlaufstelle für Transplantationspatientinnen und -patienten. Das Motto lautet hier: „Sich lieber einmal zu oft als einmal zu wenig an die Ambulanz wenden!“
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Quellen und weiterführende Literatur
ARDGesund. Keine Organspende ohne Hirntod-Diagnostik. https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Organspende-Warum-nur-der-Hirntod-entscheidet,hirntoddiagnose100.html (abgerufen am 24.10.24)
Betanet. Nierenerkrankungen > Schwerbehinderung. https://www.betanet.de/nierenerkrankungen-schwerbehinderung.html (abgerufen am 05.06.2024)
Bundesverband Niere e. V. Schatzkiste des Sozialrechts. https://www.sozialrecht-nierenpatienten.online/ (abgerufen am 11.07.2024).
Bundesverband Niere e. V. Selbsthilfe vor Ort. https://www.bundesverband-niere.de/angebot/selbsthilfe-vor-ort (abgerufen am 11.07.2024).
Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. Nieren-Navi. Nierentransplantation. Prinzip und Ablauf einer Nierentransplantation. https://www.nieren-navi.de/nierenersatztherapie/nierentransplantation-ntx#c141 (abgerufen am 11.07.2024).
Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. Nieren-Navi. Nierentransplantation. Aufklärungsbogen Nierentransplantation https://www.nieren-navi.de/fileadmin/content/nierenersatztherapie/nierentransplantation/20210218-TX-Manual-Gesamtdokument.pdf
Gerbig D et al. Informationen und Stellungnahme der Kommission Rehabilitation, Transition und Altersmedizin der DGfN (Deutsche Gesellschaft für Nephrologie) zur stationären Rehabilitation bei chronisch Nierenkranken, Nierentransplantierten und Nierenlebendspendern. Der Nephrologe. 2017; 12:438-442. PDF verfügbar unter: file:///C:/Users/sarah.bechtold/Downloads/201712_Kom-Reha_10.1007_s11560-017-0202-6-1.pdf (abgerufen am 11.07.2024).
Inselspital. Universitätsklinik für Viszerale Chirurgie und Medizin. Transplantationszentrum Bern. Aufklärung zur Operation bei Nierentransplantation. https://www.transplantationszentrum-bern.ch/de/transplantationen/nierentransplantation/operation-nierentransplantation.html (abgerufen am 11.07.2024)
Die Inhalte wurden in enger Zusammenarbeit mit einem Beirat aus Patientenorganisationen und Ärztinnen und Ärzten erstellt.

