Wie verändert eine Transplantation mein Leben danach?

Eine Transplantation ist für viele Patienten der letzte Aus­weg. Häufig liegt bereits eine lange Warte­zeit mit zahl­reichen Kranken­haus­auf­ent­halten hinter ihnen. Nach diesen beschwer­lichen Zeiten er­möglicht das Spender­organ eine Rück­kehr in einen unab­hängigeren Alltag.

Obgleich Transplantationen inzwischen etab­lierte Ein­griffe sind, bergen sie wie alle Opera­tionen immer ein gewisses Risiko. Eine sorg­fältige Abwägung der Vor- und Nach­teile einer Transplantation sollte daher stets er­folgen. Lassen Sie sich von Ihrem behande­lnden Arzt über mög­liche Risiken gründ­lich aufklären.

Im Allgemeinen ist die Aus­sicht auf eine erfolg­reiche Transplantation sehr gut. Fast 90 % der transplantierten Nieren in Deutsch­land sind auch nach einem Jahr noch funktionsfähig.

Wichtige Aspekte

Obwohl Sie durch eine Transplantation ein deutlich unab­hängigeres und glück­licheres Leben führen können und wieder eine höhere Lebens­erwartung haben, sind Sie lebens­länglich auf Medikamente angewiesen.

Die Einnahme dieser soge­nannten Immun­suppressiva kann mit ver­schiedenen Neben­wirkungen verbunden sein. Werden diese Medikamente jedoch nicht regel­mäßig eingenommen, droht die Ab­stoßung des neuen Organs.

Eine gute medizinische Nach­sorge, regel­mäßige Kontroll­untersuchungen und die gewissen­hafte Medikamenten­einnahme beugen möglichen Komplikationen vor.

Neben körperlichen Komplikationen kann eine Trans­plantation auch psychische Belastungen mit sich bringen. Für gewöhn­lich müssen Sie sich nach dem jahre­langen Kampf ums Über­leben zunächst an die neue Lebens­situation gewöhnen.

Der stetige Gedanke daran, das Organ eines anderen Menschen zu tragen, sowie die lebens­lange Medikamenten­einnahme können die Psyche zusätz­lich belasten. Auch das Wissen um das täg­liche Risiko der Organ­abstoßung kann die psychische Ver­fassung enorm beeinträchtigen.

Suchen Sie in dieser Phase den Kontakt zu Ihnen nahe­stehenden Menschen und nehmen Sie not­falls professionelle thera­peutische Unter­stützung in Anspruch. Besuchen Sie Selbst­hilfe­gruppen oder ein Forum im Inter­net, um sich mit anderen Transplantierten über Ihre offenen Fragen, Ängste und Gefühle auszutauschen.