Warteliste und Wartezeit bei einer Nierentransplantation

Warte­liste und Warte­zeit bei einer Nieren­transplantation

Abbildung zeigt einen städtischen Platz mit vielen Menschen, die nicht klar zu erkennen sind. Das Bild steht symbolisch für die vielen Menschen in Deutschland, die auf der Warteliste für eine Nierentransplantation stehen.

„Wer auf der Warteliste steht, wird berücksichtigt, wenn eine Nierenspende zur Verfügung steht. Entscheidend ist, zu wem das Organ am besten passt.“

Inhalte dieses Kapitels

Wo befinden Sie sich gerade? Die wichtigsten Etappen bei einer Nieren­transplantation

Menschen, die ein Nieren­ersatz­verfahren benötigen und für eine Nieren­transplantation in Frage kommen, können auf die Warte­liste aufgenommen werden. Es ist wichtig, dass sich Betroffene aktiv um den Kontakt zum Transplantations­zentrum bemühen.

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Wie funktioniert die Warte­liste und wie lang ist die Wartezeit auf eine Nieren­transplantation?

In Deutschland benötigen viel mehr Menschen eine neue Niere, als Organe von verstorbenen (postmortal) Spendenden zur Ver­fügung stehen. Deswegen können Patientinnen und Patienten mit dialyse­pflicht­iger chronischer Nieren­­erkrankung, die für eine Transplantation in Frage kommen, in die zentrale Warte­liste der Stiftung Eurotransplant auf­genommen werden.

Ob eine Patientin oder ein Patient auf die Warte­­­liste kommt, ent­scheiden in Deutschland die Transplantations­­zentren anhand spezieller Richt­linien. In Deutschland wird die Warte­liste dann durch das jeweilige Transplantations­zentrum geführt. Das Zentrum gibt die erforderlichen Daten an die Stiftung Euro­transplant weiter.

Wie man auf die Warte­liste aufgenommen wird, erfahren Sie unter: Wie und wann komme ich auf die Warte­liste für eine Nieren­transplantation?

Wie lang ist die Warte­zeit auf eine Nieren­transplantation in Deutschland?

Eine Nieren­transplantation in Deutschland ist mit einer durchschnittlichen Warte­zeit von 8 bis 9 Jahren verbunden. Wie viele Nieren und andere Organe pro Jahr in Deutschland gespendet werden und wie viele Menschen auf eine Organ­transplantation warten – darüber berichtet die Deutsche Stiftung Organ­transplantation in ihrem Jahres­bericht.

Die Stiftung Eurotransplant ist als übergeordnete Organisation verantwortlich für die Zuteilung (Allokation) von Spender­organen in acht europäischen Ländern und arbeitet hierzu eng mit den Organspende-Organisationen, Transplantations­zentren, Laboratorien und Kranken­häusern der einzelnen Länder zusammen.

In der Stiftung Eurotransplant haben sich Länder zusammen­geschlossen, um die Verteilung von Organen zu verbessern. Ziel ist es die Chancen von Patientinnen und Patienten auf ein passendes Organ zu verbessern und Warte­zeiten zu reduzieren. Das heißt, wenn in einem Eurotransplant-Land nach dem Tod einer Spenderin bzw. eines Spenders ein Organ entnommen wird, erstreckt sich die Suche nach passenden Empfängerinnen und Empfängern auf alle acht Länder von Eurotransplant.

Zu Eurotransplant gehören Belgien, Deutschland, Kroatien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Slowenien und Ungarn.

Trotzdem sind die Warte­zeiten in Eurotransplant-Ländern unter­schiedlich lang. In Österreich gibt es z. B. im Verhältnis zur Gesamt­bevölkerung deutlich mehr gespendete Organe. Das wird bei der Verteilung durch Euro­transplant berücksichtigt, sodass die Warte­zeit für Patientinnen und Patienten in Österreich oft kürzer sind als in Deutschland. Ähnliches gilt für Spanien, das jedoch nicht Mitglied bei Eurotransplant ist. Mehr Informationen dazu stellt die Bundes­zentrale für gesundheitliche Auf­klärung (BZgA) zur Verfügung. Dort erfährt man mehr über die gesetzlichen Regelungen zur Organspende und findet aktuelle Zahlen zur Organspende in Deutschland und Europa. Auch Eurotransplant veröffentlicht Statistiken über die Organspende­zahlen in den einzelnen Ländern.

Der Zeit­strahl zeigt den Ablauf von der Aufnahme auf die Warte­liste bis zur Transplantation eines Spender­organs im Überblick. Die einzelnen Schritte werden in den nachfolgenden Abschnitten weiter erklärt.

Ein Zeitstrahl veranschaulicht den Ablauf von der Aufnahme auf die Warteliste bis zur Transplantation eines Spenderorgans. Unter dem Zeitstrahl finden sich Zusatzinformationen mit Zahlen und Fakten zur Warteliste, zum Beispiel zur Wartezeit auf eine Nierentransplantation.
Infos und Fakten rund um die Warteliste auf eine Nierentransplantation
Ein Zeitstrahl veranschaulicht den Ablauf von der Aufnahme auf die Warteliste bis zur Transplantation eines Spenderorgans. Unter dem Zeitstrahl finden sich Zusatzinformationen mit Zahlen und Fakten zur Warteliste, zum Beispiel zur Wartezeit auf eine Nierentransplantation.
Infos und Fakten rund um die Warteliste auf eine Nierentransplantation

Podcast-Reihe Organspende – verstehen & entscheiden

Die Bundes­zentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat eine Podcast-Reihe zum Thema Organ­spende produziert. Die Folgen 7 und 8 beschäftigen sich mit den Themen „Vermittlung der Organe“ und „Wer kommt auf die Warte­liste“.

➔ Hören Sie doch mal rein! Hier geht’s zum Podcast ORGANSPENDE – verstehen & entscheiden

 

Nieren-Lebendspende – eine gute Lösung!

Über eine Lebend­spende nach­zudenken und nach potenziellen Spenderinnen und Spendern zu suchen, ist sinnvoll, sobald klar ist, dass eine Nierenersatz­therapie nötig werden wird. Denn eine Lebend­spende bietet die Möglichkeit, ohne lange Warte­zeit, ggf. sogar vor Eintritt der Dialyse­pflichtigkeit, eine Nieren­transplantation durchzuführen, falls sich im persönlichen Umfeld der Patientin bzw. des Patienten eine geeignete Spenderin oder ein geeigneter Spender findet. Auch bei einer Lebend­spende müssen die Nieren­empfangenden vorher auf die Warte­liste aufgenommen werden.

➔ Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Thema Lebend­spende

Was muss bei einer Nieren­spende übereinstimmen?

Die Erfolgsaussicht einer Transplantation ist ein wichtiger Faktor für die Zuweisung eines gespendeten Organs an eine bestimmte Empfängerin oder einen Empfänger. Für die langfristige Funktions­fähigkeit von Transplantaten ist es vorteil­haft, wenn spendende und empfangende Person in Bezug auf die Blut­­gruppe und bestimmte Gewebe­merkmale möglichst gut zusammen­passen. Um Personen mit möglichst zueinander passenden Gewebe­merkmalen zu finden, wird vor einer Nieren­transplantation ein sogenanntes HLA-Matching gemacht.

Im nachfolgenden Video wird erklärt, was es mit den Gewebe­merkmalen auf sich hat und wie das HLA-Matching durchgeführt wird.

Problem Immunisierung

Wenn unser Immun­system mit Stoffen in Berührung kommt, die nicht zum Körper gehören, merkt es sich diese als fremd und stellt Abwehr­stoffe – sogenannte Antikörper – gegen sie her. Trifft das Immun­system erneut auf diese Fremd­stoffe, ist es bereits sensibilisiert und die Abwehr­reaktion kann viel schneller ablaufen als beim ersten Kontakt. Man spricht auch von Immunisierung. Dieser Vorgang ist bei der Abwehr von Krankheits­erregern sehr hilfreich und wird beim Impfen genutzt.

Bei einer Blut­transfusion, einer Schwanger­schaft oder einer vor­angegangenen Transplantation kann der Körper in Kontakt mit körper­fremden biologischen Strukturen kommen und für diese Strukturen sensibilisiert werden. Weist ein Transplantat dieselben biologischen Strukturen auf, für die das Immun­system sensibilisiert ist – also bereits einmal Anti­körper gebildet hat –, ist es wahrschein­licher, dass das Organ abgestoßen wird, weil Anti­körper es angreifen.

Eine Immunisierung kann im Blut nach­gewiesen werden und die Warte­zeit auf ein passendes Organ verlängern, da weniger gespendete Organe für die Transplantation geeignet sind. Für stark immunisierte Patientinnen und Patienten wurde ein spezielles Transplantations­programm bei Eurotransplant entwickelt, das ihnen helfen soll, schneller ein passendes Organ zu erhalten: das Acceptable Mismatch Programm.

Die Verteilungs­programme von Eurotransplant für ein Nieren­transplantat

Eurotransplant hat die Daten der Warte­listen-Patientinnen und -Patienten aller beteiligten Staaten zentral gespeichert. Sobald ein Organ zur Transplantation zur Verfügung steht, gleicht Euro­transplant diese Daten mit den Informationen über die gemeldete Spenderin bzw. den Spender ab und erstellt eine Rang­liste von potenziellen Empfängerinnen und Empfängern.

Faktoren, die bei der Rangliste berücksichtigt werden

Bild einer motivierten Mitarbeiterin im rund um die Uhr besetzten Eurotransplant-Büro. Sie vermittelt eine zur Verfügung stehende Organspende an eine passende empfangende Person auf der Warteliste.

Für die Reihen­folge auf der Rang­liste spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Nach der Prüfung werden die Patientinnen und Patienten entsprechend ihrer Reihen­folge auf der Rang­liste kontaktiert.

Die Verteilungs­programme von Eurotransplant für ein Nieren­transplantat

Eurotransplant hat die Daten der Warte­listen-Patientinnen und -Patienten aller beteiligten Staaten zentral gespeichert. Sobald ein Organ zur Transplantation zur Verfügung steht, gleicht Euro­transplant diese Daten mit den Informationen über die gemeldete Spenderin bzw. den Spender ab und erstellt eine Rang­liste von potenziellen Empfängerinnen und Empfängern.
Bild einer motivierten Mitarbeiterin im rund um die Uhr besetzten Eurotransplant-Büro. Sie vermittelt eine zur Verfügung stehende Organspende an eine passende empfangende Person auf der Warteliste.

Faktoren, die bei der Rangliste berücksichtigt werden

Für die Reihen­folge auf der Rang­liste spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Nach der Prüfung werden die Patientinnen und Patienten entsprechend ihrer Reihen­folge auf der Rang­liste kontaktiert.

  • Erfolgs­aussichten der Transplantation
    • Übereinstimmung von Blut­gruppe und Gewebe­merkmalen (HLA-Matching)
    • Körper­größe, Gewicht
    • Transport­dauer zwischen Entnahme­krankenhaus und Transplantations­zentrum
  • Dringlichkeit der Transplantation
    • Akut lebens­bedrohliche Gesundheits­situation
    • Starke Beeinträchtigung der Lebens­qualität
  • Zeit auf der Warte­liste
  • Organ­austauschbilanz der Eurotransplant-Länder, die die Spendebereitschaft in unterschiedlichen Ländern berücksichtigt.

Teilweise spielt auch das Alter eine Rolle. So werden Personen bis zum Alter von 18 Jahren in der Rang­liste priorisiert. Patientinnen und Patienten ab dem 65 Lebens­jahr können sich für ein spezielles Verteilungs­programm entscheiden.

More than a match – so arbeitet Eurotransplant

In einem Video der Stiftung Euro­transplant werden der Ablauf einer Organ­spende von der Organ­entnahme über die Vermittlung bis zur Transplantation erklärt. Dabei wird auch auf die für die Verteilung entscheidenden Kriterien bei unter­schiedlichen Organen ein­gegangen. Das Video „More than a match“ ist in verschiedenen Sprachen verfügbar.

➔ Hier geht’s zum Video „More than a Match

 

Auf welcher Position stehe ich auf der Warte­liste von Eurotransplant?

An welcher Stelle man auf der Warte­liste von Eurotransplant steht, ändert sich mit jedem neuen Spender­organ. Für den Erfolg einer Nieren­transplantation ist es besonders wichtig, dass spendende und empfangende Person gut zusammen­passen. Deswegen wird die Rang­liste für jede Nieren­spende neu erstellt. In der Folge ändert sich auch die Position auf der Warte­liste bei jedem zur Verfügung stehenden Organ.

Die Allokations­programme von Eurotransplant im Vergleich

Für bestimmte Gruppen von Patientinnen und Patienten auf der Warte­liste gibt es besondere Verteilungs­programme – auch Allokations­programme genannt – mit unterschied­lichen Regeln für die Vergabe eines post­mortalen Nieren­transplantats.

Wer kommt als Empfängerin bzw. Empfänger in Frage?

  • Alle Patientinnen und Patienten unter 65 Jahre
  • Patientinnen und Patienten ab 65 Jahre, die nicht am Senioren­programm teil­nehmen wollen

Wer kommt als Spenderin bzw. Spender in Frage?

  • Alle potenziellen Spenderinnen und Spender

Welche Faktoren werden bei der Vergabe von Organen berück­sichtigt?

  • Alle Faktoren, die den Erfolg der Transplantation beeinflussen
    • Blut­gruppe
    • HLA-Typ
    • Körper­größe
    • Gewicht
    • Transport­dauer
  • Dring­lichkeit und Warte­zeit
  • Organ­austauschbilanz zwischen den Ländern

Welche Besonder­heiten hat das Programm?

  • Die Vergabe-Faktoren werden in ein Punkte­system überführt, über das die Auswahl der passenden Empfängerin bzw. des passenden Empfängers erfolgt
  • Patientinnen und Patienten unter 18 Jahren bekommen Bonus­punkte

Wer kommt als Empfängerin bzw. Empfänger in Frage?

  • Patientinnen und Patienten ab 65 Jahre
  • Auch Alt-für-Alt-Programm genannt

Wer kommt als Spenderin bzw. Spender in Frage?

  • Spenderinnen und Spender ab 65 Jahre

Welche Faktoren werden bei der Vergabe von Organen berücksichtigt?

  • Wichtigster Faktor ist eine kurze Transport­dauer vom Entnahme- zum Transplantations­ort (bei älteren Organen entscheidendes Kriterium für die langfristig gute Organ­funktion)
  • Blut­gruppen müssen übereinstimmen, HLA-Typ wird weitestgehend vernachlässigt

Welche Besonder­heiten hat das Programm?

  • Patienten ab 65 Jahre müssen sich zwischen ESP und ETKAS entscheiden
  • Vorteil des ESP: Kürzere Warte­zeiten
  • Nachteil des ESP: Mögliche kürzere Überlebens­zeit des Transplantats verglichen mit einem HLA-passenden oder jüngeren Organ

Wer kommt als Empfängerin bzw. Empfänger in Frage?

  • Hoch­gradig immunisierte Patientinnen und Patienten mit vielen Anti­körpern gegen Gewebe­merkmale möglicher Nieren­spender

Wer kommt als Spenderin bzw. Spender in Frage?

  • Alle potenziellen Spenderinnen und Spender

Welche Faktoren werden bei der Vergabe von Organen berücksichtigt?

  • Ziel: Ein Organ mit Gewebe­merkmalen finden, gegen die eine bestimmte empfangende Person keine Anti­körper gebildet hat und das von ihrem Immun­system akzeptiert wird
  • Wichtigster Faktor ist der HLA-Typ des Spender­organs und die Zusammen­setzung der Anti­körper von potenziellen Empfängerinnen und Empfängern
  • Geringere Übereinstimmungen bei anderen Faktoren werden in Kauf genommen

Welche Besonder­heiten hat das Programm?

  • Steht ein passendes Organ zur Verfügung, werden AM-Patientinnen und -Patienten gegen­über anderen Nieren­wartenden priorisiert, da es für sie besonders schwer ist, ein geeignetes Organ zu finden

Wie und wann komme ich auf die Warte­liste für eine Nieren­transplantation?

In Deutschland können nur dialyse­pflichtige Patientinnen und Patienten, die sich in einem Transplantations­zentrum anmelden, auf die Warte­liste auf­genommen werden. Leider sind die Warte­zeiten auf eine Nieren­spende mit 8 bis 9 Jahren lang.

Die Warte­zeit wird immer vom Tag der ersten Dialyse an berechnet.

Falls noch Unter­lagen oder Unter­suchungen, die für die Aufnahme auf die Warte­liste erforderlich sind, fehlen, können diese nach­gereicht werden, ohne dass sich das negativ auf die Warte­zeit auswirkt.

Dennoch sollten sich Patientinnen und Patienten sich nicht zu viel Zeit lassen. Denn erst wenn alle Unter­lagen vorliegen, wird man auf die Warte­liste auf­genommen – und nur wer auf der Warte­liste ist, wird bei der Verteilung von Nieren­spenden berücksichtigt.

Auch Nieren­patientinnen und -patienten, für die eine Lebend­spende zur Verfügung steht, müssen zu einem Termin ins Transplantations­zentrum kommen und auf die Warte­liste auf­genommen werden.

➔ Weitere Informationen zum Thema Lebendspende

In Deutschland können präemptive Patientinnen und Patienten mit chronischer Nieren­erkrankung – d. h. Menschen, die noch nicht zur Dialyse müssen, bei denen dies aber zu erwarten ist – nicht für eine postmortale Organ­spende gelistet werden.

Es besteht aber die Möglich­keit der präemptiven Lebend­spende. Findet sich eine geeignete spendende Person für eine Lebend­spende, kann die Spende präemptiv, also vor Eintritt der Dialyse­pflichtigkeit, durch­geführt werden. Dies ist mit besonders guten Transplantations­ergebnissen verbunden. Auch für eine präemptive Lebend­spende muss die empfangende Person kurzfristig auf die Warte­liste aufgenommen werden.

Ein Team aus zwei Ärztinnen und einem Arzt mit Patientenakten geht einen Gang im Transplantationszentrum entlang.

Kontakt zum Transplantations­zentrum – die Voraussetzung für die Aufnahme auf die Warte­liste

Wenn für Sie, nach Einschätzung Ihrer betreuenden Dialyse­ärztin oder Ihres betreuenden Dialyse­arztes, eine Nieren­transplantation möglich ist und Sie eine Nieren­transplantation wünschen, überweisen diese Sie an ein Transplantations­zentrum. Beim ersten persönlichen Termin im Transplantations­zentrum wird zuerst einmal geprüft, ob die medizinischen Voraussetzungen für eine Transplantation gegeben sind.

Die Vorstellung im Zentrum ist Voraussetzung für die Aufnahme auf die Warte­liste, aber der Erst­termin am Zentrum wird nicht automatisch vom Dialyse­zentrum für Sie vereinbart. Sie müssen sich selbst aktiv darum bemühen.

Mehr Informationen zum ersten Termin im Transplantations­zentrum

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Quellen und weiter­führende Literatur

Bundesamt für gesundheitliche Aufklärung BZgA. Podcast-Reihe zur Organspende https://www.bzga.de/mediathek/themen/organspende/

Bundesamt für gesundheitliche Aufklärung BZgA. Statistiken zur Organspende für Deutschland und Europa https://www.organspende-info.de/zahlen-und-fakten/statistiken/ (abgerufen am 24.04.2024)

Bundesamt für gesundheitliche Aufklärung BZgA. Wartelistenführung und Vermittlung von Organen https://www.organspende-info.de/organspende/ablauf-einer-organspende/wartelisten-vermittlung-transplantation/ (abgerufen am 24.04.2024)

Charité – Universitätsmedizin Berlin. Klinik für Nephrologie und internistische Intensivmedizin https://nephrologie-intensivmedizin.charite.de/leistungen/transplantation/ (abgerufen am 24.04.2024)

Deutsche Gesellschaft für Immunologie e. V. Immunologie für Jedermann. Organtransplantation https://das-immunsystem.de/wissenswertes/organtransplantation/ (abgerufen am 24.04.2024)

Deutsche Stiftung Organspende DSO. Jahresbericht Organspende und Transplantation in Deutschland 2023. https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht%202023.pdf (abgerufen am 12.06.2024)

Eurotransplant. Manual (engl.) https://www.eurotransplant.org/allocation/eurotransplant-manual/ (abgerufen am 24.04.2024)

Eurotransplant. Region Deutschland https://www.eurotransplant.org/region/deutschland/ (abgerufen am 24.04.2024)

Die Inhalte wurden in enger Zusammenarbeit mit einem Beirat aus Patientenorganisationen und Ärztinnen und Ärzte erstellt.

Weitere Artikel zu Themen rund um die Zeit vor der Nierentransplantation

Verschwommenes Bild von einer lichtdurchfluteten Eingangshalle, die ein Transplantationszentrum darstellen soll.
Beim ersten Termin im Transplantationszentrum werden einige Untersuchungen (wie körperliche Untersuchung und Blutabnahme) durchgeführt. Die Krankengeschichte sowie die Möglichkeit einer Nierentransplantation und alles, was damit zusammenhängt, werden ausführlich besprochen.
Symbolische Darstellung: Ein Finger zeigt auf Holzwürfel mit verschiedenen Symbolen, um zu erklären, worauf während der Wartezeit auf eine Nierentransplantation geachtet werden muss.
Auch wenn die Wartezeiten auf eine neue Niere in Deutschland in der Regel leider lang sind: Sobald man mit dem Status „transplantabel“ (T) gelistet ist, kann jederzeit ein Spenderorgan bereitstehen. Wenn die Nachricht kommt, dass eine Niere verfügbar ist, muss man sich unverzüglich im Transplantationszentrum einfinden.
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