Ernährung nach der Transplantation – Unsere neue Broschüre ist da!
Ein gesunder Lebensstil ist für alle Menschen wichtig, besonders jedoch nach einer Organtransplantation. Grundsätzlich unterstützt eine ballaststoffreiche und ausgewogene Ernährung Ihren Körper optimal. Daher sollten Sie besonders viele Ballaststoffe in Form von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten aufnehmen. Diese fördern die Verdauung und sorgen dadurch für ein anhaltendes Sättigungsgefühl. Gleichzeitig liefern sie die notwendigen Nährstoffe und Vitamine, die der Körper täglich braucht.1 Dagegen sollten Sie auf ungesunde, stark verarbeitete Lebensmittel wie zuckerhaltige Snacks, kohlensäurehaltige Getränke und fettreiche Fertigprodukte weitestgehend verzichten.
Zusätzlich kann eine gesunde Ernährung das Risiko für zahlreiche Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus erheblich senken.1 Ein weiterer Faktor, der zu einem gesunden Lebensstil beiträgt, ist ein stabiles und gesundes Körpergewicht. Um Ihr Gewicht zu kontrollieren und ein Gleichgewicht zwischen Energieaufnahme und -verbrauch zu erreichen, kann es deshalb hilfreich sein, die Kalorienaufnahme im Blick zu behalten.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Verzicht auf Rauchen und Alkoholkonsum. Rauchen schädigt nicht nur die Gefäße, sondern erhöht auch das Krebsrisiko. Dieses wird zusätzlich noch durch die Einnahme der Immunsuppressiva verstärkt.2,3 Alkohol kann den Stoffwechsel negativ beeinflussen und ist kalorienreich, was sich zusätzlich ungünstig auf Ihr Körpergewicht auswirkt. Nach einer Lebertransplantation sollten Sie auf Alkohol gänzlich verzichten, da die Leber durch jeglichen Alkoholkonsum geschädigt werden kann.
Neben den allgemeinen Ernährungsempfehlungen gibt es nach einer Transplantation zwei wichtige Faktoren, die Sie aufgrund der Einnahme Ihrer immunsuppressiven Medikamente besonders beachten sollten. (Weshalb die Immunsuppression für Ihr neues Organ überlebenswichtig ist, erfahren Sie hier.) Bestimmte Lebensmittel wie die Inhaltsstoffe einiger Zitrusfrüchte (insb. Grapefruit) können den Wirkspiegel der immunsuppressiven Medikamente verändern. Da Schwankungen des Medikamentenspiegels für die Wirksamkeit der Immunsuppression zwingend vermieden werden müssen, sollten Sie auf den Verzehr dieser Früchte und auch deren Säfte unbedingt verzichten.4,5
Außerdem wird durch die immunsuppressive Therapie die Infektionsabwehr des Körpers heruntergesetzt.6 Obwohl die Anzahl an schwerwiegenden Erkrankungen, die durch verunreinigte Lebensmittel ausgelöst werden, in Deutschland sehr gering ist, sollten Sie stets auf einen hohen Hygienestandard achten und einige wenige Lebensmittel ganz vermeiden.
Um welche Lebensmittel es sich handelt, welche Maßnahmen Sie noch ergreifen können und viele leckere Rezepte für jeden Tag, finden Sie in unserer neuen Broschüre zum Thema Gesund leben – Ernährungstipps für Transplantationspatient*innen.
gesund.bund.de. Gesunde Ernährung: Ausgewogen und abwechslungsreich. https://gesund.bund.de/gesunde-ernaehrung, abgerufen am: 06.09.2024
Gesundheit Bf. Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html, abgerufen am: 06.09.2024
Internetportal O. Rauchen und Krebs. 2022. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/bewusst-leben/rauchen-und-krebs.html, abgerufen am: 06.09.2024
Ludwig-Maximilians-Universität TMd. Verhaltensregeln nach einer Nierentransplantation. https://www.lmu-klinikum.de/transplantationszentrum-lmu/patienteninfos/organtransplantation/nierentransplantation/verhaltensregeln-nach-einer-nierentransplantation/ddffd8ca55377f96, abgerufen am: 06.09.2024
Gelbe-Liste. Arzneimittel-Interaktionen mit Nahrungsmitteln. 2019. https://www.gelbe-liste.de/arzneimitteltherapiesicherheit/nahrungsmittel-interaktionen, abgerufen am: 06.09.2024
transplant-wissen.de. Was bewirken Immunsuppressiva? https://www.transplant-wissen.de/was-bewirken-immunsuppressiva/, abgerufen am: 06.09.2024
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