Neue Zahlen zur Organspende: Der DSO-Jahresbericht 2025 ist da!

Neue Zahlen zur Organ­spende: Der DSO-Jahres­bericht 2025 ist da!

Eine Illustration von 3 Menschen, die vor Grafiken und Statistiken stehen.

Der aktuelle Jahres­bericht der Deutschen Stiftung Organ­transplantation (DSO) wurde kürzlich veröffentlicht und zeigt eine leicht positive Tendenz.1 Trotz einer zunehmenden Anzahl an Organ­spenden und -transplantationen im Jahr 2025 bleibt der Bedarf an gespendeten Organen weiterhin hoch. In diesem Beitrag wollen wir uns die aktuellen Zahlen einmal genauer ansehen.

Laut DSO-Bericht spendeten im Jahr 2025 bundes­weit insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe. Damit erreichte Deutschland den höchsten Stand seit 2012. Insgesamt konnten 3.256 Organe transplantiert werden, darunter 1.495 Nieren, 823 Lebern sowie 315 Herzen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg der post­mortal gespendeten Organe von 5,8%. Trotz dieser positiven Entwicklung verdeutlicht die Anzahl der Personen auf der Warte­liste, das weiterhin ein großer ungedeckter Bedarf besteht. So warteten Ende 2025 in Deutschland noch immer 8.202 Menschen auf ein lebens­rettendes Spender­organ. Dabei ist die Anzahl der Personen, die eine gespendete Niere benötigen mit 6.237 besonders hoch. Für Patient*innen mit schweren Nieren­erkrankungen ist eine Transplantation häufig die beste Möglichkeit, um lang­fristig Lebens­qualität zurück­zugewinnen.

Der aktuelle Jahres­bericht der DSO verdeutlicht außerdem, wie viele Schritte und Beteiligte notwendig sind, damit eine Organ­spende möglich wird. Die DSO koordiniert bundes­weit Abläufe rund um die Organ­spende und arbeitet dabei eng mit Entnahme­krankenhäusern, Transplantations­zentren und der internationalen Vermittlungs­stelle Eurotransplant zusammen. Der Bericht enthält detaillierte Statistiken sowie Einblicke in die Strukturen und Prozesse der Organ­spende. Erstmalig wurden außerdem Auswertungen nach Alters­gruppe veröffentlicht: Hier zeigte sich, dass eine Organ­spende grund­sätzlich in jedem Alter möglich ist, sofern die Organe medizinisch geeignet sind.

Um Krankenhäuser sowie medizinisches Fach­personal zusätzlich zu unterstützen und die Abläufe der Organ­spende zu vereinfachen, hat die DSO die neue App „DSO-LeitfadenPLUS“ entwickelt.2,3 Die Anwendung bietet schnellen Zugriff auf wichtige Informationen, Kontakte und Formulare rund um die Organ­spende. Dazu gehören unter anderem Hinweise zur Spender­erkennung, zur Fest­stellung irreversiblen Hirnfunktions­ausfalls sowie organisatorische Abläufe im Transplantations­prozess.

Auch wenn sich die Organ­spender­zahlen leicht verbessert haben, bleibt die Situation für viele Menschen auf den Warte­listen weiterhin belastend. Eine relevante Ursache für die unzureichende Versorgung mit Spender­organen ist fehlende dokumentierte Entscheidungen. Im Jahr 2025 haben nur 35,5% der Spendenden ihre Entscheidung zu Leb­zeiten getroffen, wobei nur 15% diese schriftlich dokumentiert hatte.1 Daher ist es wichtig, sich früh­zeitig mit der eigenen Haltung zur Organ­spende auseinander­zusetzen. Dabei ist die Entscheidung für oder gegen eine Organ­spende immer persönlich und freiwillig. Ein ausgefüllter Organspende­ausweis oder ein Eintrag im Organspende-Register helfen, den eigenen Willen eindeutig festzuhalten und im Ernst­fall für Klarheit bei den Angehörigen sowie dem medizinischen Team zu sorgen.4 So kann jede dokumentierte Entscheidung dazu beitragen, Leben zu retten und Betroffenen eine neue Perspektive zu schenken.

  1. DSO. Jahresbericht Organspende und Transplantation in Deutschland 2025. https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht_2025.pdf
  2. DSO-LeitfadenPLUS App im Apple-Appstore. https://apps.apple.com/de/app/dso-leitfadenplus/id6754468788
  3. DSO-LeitfadenPLUS bei Google Play. https://play.google.com/store/apps/details?id=de.dso.leitfaden
  4. Organspenderegister. https://www.organspende-info.de/organspende-register/. Abgerufen am 18.05.2026.

Bildquelle: iStock.com/Nadzeya_Dzivakova

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